20.01.2023 | Job & Berufsleben Zwischen Eisbergen: Wofür ein fränkischer Koch in der Antarktis einen Kühlschrank braucht

Jeder Beruf hat seine spannenden Seiten und Tätigkeiten, welche ihn besonders machen. Wir haben im ANTENNE BAYERN Interview allerdings mit einem Mann gesprochen, dessen Beruf nicht außergewöhnlicher sein könnte: Werner Hofmann ist ein fränkischer Koch in der Antarktis.

Foto: privat Antarktis-Koch Werner Hofmann

Jeder hat seine Berufung: Bei Werner Hofmann ist es das Kochen. Seine Leidenschaft lebt er an einem ganz besonderen Ort aus: In der Antarktis. Unsere Moderatorin Lisa Augenthaler hat mit ihm gesprochen und herausgefunden, wofür er überhaupt einen Kühlschrank braucht, wie lange sein Menüplan für die Besatzung bereits stehen muss und was er Ungewöhnliches vermisst.

Was macht ein Koch in der Antarktis?

Werner ist Koch auf der Neumayer Forschungsstation 3 in der Antarktis. Er kommt aus Oberfranken und bekocht dort für rund ein Jahr Wissenschaftler. 

Wofür ein Koch in der Antarktis einen Kühlschrank braucht 

Während er kocht, ziehen Eisberge an ihm vorbei und neben ihm läuft eine Kolonie von 10.000 Pinguinen. Einen Kühlschrank braucht Werner tatsächlich nicht zum Kühlen, sondern eher zum Erwärmen. Ins Kühlhaus kommen die Lebensmittel, die nicht gefroren sein sollen. Hier werden sie gelagert und erwärmt. Als Koch in der Antarktis plant er im Voraus den kompletten Proviant für die Crew und macht dafür auch eine komplette Bestellung. Am Ende ist da alles dabei, vom Apfel bis zum Toilettenpapier.

Was vermisst ein Koch in der Antarktis am meisten und wie sieht hier der Feierabend aus?

Bratwurst gibt es in der Antarktis auch. Da die Crew an Wissenschaftlern allerdings international besetzt ist, gibt es aber nicht nur bayerisches Essen. Nach Feierabend geht's zum Aufwärmen an einen Ort: In die Sauna. Aber auch Billard wird gespielt oder Sport im Fitnessraum gemacht. Trotz der vielen Freizeitmöglichkeiten vermisst Werner Hofmann seine fränkische Heimat. 

Klar, kommen dir manchmal so Gedanken in Kopf, wie sieht denn ein grüner Baum aus? Oder wenn ich manchmal im Radio höre, die ganzen Staus um München rum oder um Nürnberg, dann kommt des einen schon wieder in den Kopf. Man sieht das Bild aber bin zufrieden so wies jetzt ist

Tatsächlich fehlt Werner also auch der Stau bei uns in Bayern. Er selbst erwähnt aber auch, dass das nach einem mal im Stau stehen wieder anders wäre. 

Hier das Interview mit Werner Hofmann und Lisa Augenthaler zum Nachhören

Teil 1:

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Teil 2:

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