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Urlaub mit dem Auto: Daran müsst ihr denken

Die Sommerferien in Bayern gehen los und viele von euch machen sich mit dem Auto auf den Weg in den Urlaub. Was ihr alles beachten müsst, um gut und sicher am Ziel anzukommen, haben wir euch hier zusammengefasst.

Vollgepackter Kofferraum Verkehr Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Wer mit dem Auto in den Urlaub fahren will, muss eini­ges beach­ten. Um euch im Vorbe­rei­tungsstress etwas zu unter­stüt­zen, haben wir hier eine Über­sicht mit den wich­tigs­ten Dingen für eure Reise zusam­men­ge­fasst.

Auf einen Blick

Fahrzeugcheck vor der Reise

Reifen kontrollieren

Kontrol­liert eure Reifen auf äußere Beschä­di­gun­gen und Abnut­zung. Außer­dem muss der Reifen­druck kontrol­liert werden. Dieser ist vor allem für die Sicher­heit notwen­dig, mit einem guten Reifen­druck fährt man aber auch sprit­spa­ren­der. Was der rich­tige Reifen­druck eures Autos ist, steht meis­tens im Tank­de­ckel.

Motoröl

Bevor ihr eine lange Fahrt antre­tet, soll­tet ihr den Stand eures Motoröls über­prü­fen, denn zu wenig Motoröl kann zu Motor­schä­den führen. Bei älte­ren Autos geht das mit einem Prüf­stab, moderne Autos zeigen den Ölstand auf dem Info­dis­play an.

Kühlsystem

Gerade bei heißen Tempe­ra­tu­ren im Sommer ist das Kühl­sys­tem wich­tig. Das Kühl­was­ser dafür könnt ihr an der Tank­stelle kaufen und nach­fül­len. Wie genau das geht, steht in der Bedie­nungs­an­lei­tung eures Autos. Aber Vorsicht: Öffnet das Kühl­sys­tem nicht, wenn euer Motor heiß ist, sonst steht es unter Druck.

Licht

Schaut nach, ob alle eure Lich­ter und Schein­wer­fer funk­tio­nie­ren und rich­tig einge­stellt sind.

Batterie

Nicht nur Kälte macht der Auto­bat­te­rie zu schaf­fen, sondern auch Hitze. Lasst daher regel­mä­ßig in der Werk­statt den Zustand eurer Auto­bat­te­rie prüfen.

AdBlue

AdBlue ist ein Mittel zur Redu­zie­rung der Stick­oxi­de­mis­si­o­nen und wird bei moder­nen Diesel­fahr­zeu­gen verwen­det. Wenn ihr ein solches Auto fahrt, achtet darauf, dass der Tank ausrei­chend gefüllt ist.

Scheibenwischer

Der Sommer dieses Jahr war bis jetzt ziem­lich verreg­net. Da sind bei langen Auto­fahr­ten die Schei­ben­wi­scher umso wich­ti­ger. Kontrol­liert vor euer Fahrt den Zustand der Schei­ben­wi­scher und füllt falls nötig Schei­ben­wi­scher­f­lüs­sig­keit nach.

Bremsen

Lasst in einer Werk­statt die Brems­be­läge eures Autos über­prü­fen. Schaut auch nach, ob der Wagen genü­gend Brems­flüs­sig­keit hat.

Klimaanlage

Falls ihr eine Klima­an­la­ge­habt, kontrol­liert vor der Fahrt, ob sie auch wirk­lich funk­tio­niert.

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Das MUSS dabei sein

  • Erste-Hilfe-Kasten (kontrol­liert das Verfalls­da­tum und ob der Kasten voll­stän­dig ist)
  • Warn­wes­ten und Decken für jeden Mitfah­rer im Auto
  • Warn­drei­eck
  • Führer­schein
  • Fahr­zeug­schein
  • Perso­na­l­aus­weis
Erste Hilfe Kasten Foto: Sebastian/Unsplash

Das sollte dabei sein

  • Ersatz­rad und Werk­zeug zum Reifen wech­seln
  • Start­hil­fe­set
  • Verpfle­gung
  • Navi
  • Adap­ter zum Handy aufla­den
  • Sonnen­brille
  • ggf. AUX-Kabel oder Blue­tooth Trans­mit­ter, um auch im Urlaub Antenne Bayern zu hören ;)
  • Unter­hal­tung für die Beifah­rer (Bücher, Tablet, Spiel­zeug, …)

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So packt ihr euer Auto richtig

Schwere Koffer/Gegenstände

  • Sie kommen immer nach unten im Auto. Am besten packt ihr sie direkt an die Rück­sitz­lehne. Der ADAC empfiehlt auch Trenn­netze, die ihr hinter den Vorder­sit­zen anbrin­gen könnt.
  • Oben soll­tet ihr nur leichte Gegen­stände verstauen.

Getränke

  • Niemals Glas­fla­schen im Innen­raum benut­zen. Bei einem Unfall entste­hen scha­rf­kan­tige Split­ter. Geträn­ke­kis­ten packt ihr hinter den Beifah­rer­sitz. Achtung: Eine lose Wasser­fla­sche kann bei einem Unfall mit 50 km/h die Gewichts­kraft eines Zement­sacks bekom­men.

Ladung fixieren

  • Ihr soll­tet die gesamte Ladung diago­nal mit Zurr­gur­ten absi­chern.

Sportgeräte transportieren

  • Schafft euch für Fahr­rä­der am besten ein passen­des Träger­sys­tem an. Skier und Snow­board trans­por­tiert ihr am sichers­ten in einer Dach­box. Wenn ihr sie trotz­dem in den Innen­raum legen müsst, dann unbe­dingt sicher fest­zur­ren.

Richtiges Ladungsmaterial

  • Kauft euch nur feste Gurte, die ein Prüfla­bel haben.

Ladungsvorschriften für Überlängen

  • Ladung mit Über­länge darf höchs­tens drei Meter über das Heck hinaus­ra­gen. Dazu muss es mit einer roten Fahne markiert werden. Für Nacht­fahr­ten ist ein rotes Warn­licht nötig. Bei einem Über­stand von mehr als 1,50 Metern dürft ihr damit nur 100 Kilo­me­ter weit fahren.

Regeln im Stau

Nicht aussteigen

Bei warmen Tempe­ra­tu­ren im Stau zu stehen, ist zwar wirk­lich nicht schön, einfach so ausstei­gen darf man auf der Auto­bahn aber trotz­dem nicht. Das Auto darf nur verlas­sen werden, wenn man eine Unfall­stelle absi­chern muss. Bei sehr langen Störun­gen sei die Poli­zei oft auch nach­sich­tig, bspw. wenn einer Person übel ist, so der ADAC. Lange Spazier­gänge sind aber verbo­ten.

Rettungsgasse bilden

Die Rettungs­gasse rettet Leben, das ist kein Geheim­nis. Sie muss aller­dings früh genug geformt werden. Heißt: Während der Stau entsteht und nicht erst, wenn man schon im Stau drin steht. Bei stocken­dem Verkehr soll­ten die Fahrer auf der linken Spur ganz links fahren, alle ande­ren rechts.

Handy benutzen

Während der Auto­fahrt gilt ein Handy­ver­bot. Nichts neues. Viele Menschen kennen die genauen Rege­lun­gen beim Stau aber nicht. Das Handy darf im Auto nur dann benutzt werden, wenn der Motor aus ist. Ansons­ten droht ein Bußgeld zwischen 100 und 200€.

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