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Diese Maßnahmen sollen gegen Spendenbetrug helfen

Sammelt da jemand für die gute Sache oder steht ein Betrüger vor der Tür? Zehn Organisationen in Bayern haben sich ein Regelwerk gegeben, damit es bei Haus- und Straßensammlungen seriös zugeht.

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Spendendose Jens Kalaene/dpa

München (dpa/lby) - Zehn gemeinnützige Organisationen in Bayern haben sich auf verbindliche Standards für Haus- und Straßensammlungen geeinigt. Spenderinnen und Spender sollen so vor betrügerischen Sammlungs-Aktivitäten geschützt werden, wie die Landesarbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrtspflege mitteilte. 

«Haus- und Straßensammlungen sind für viele soziale Angebote unverzichtbar – zugleich leben sie vom Vertrauen der Menschen», sagte Margit Berndl, Vorsitzende der Freien Wohlfahrtspflege Bayern. «Mit der gemeinsamen Selbstverpflichtung setzen wir klare Standards, schaffen Transparenz und grenzen uns eindeutig von unseriösen oder betrügerischen Sammlungen ab.» 

Und das sind die wichtigsten Vereinbarungen:

  • Die Organisationen erstellen einen gemeinsamen langjährigen Sammlungskalender. Damit solle für die Öffentlichkeit transparent und nachvollziehbar sein, welche Organisation zu welchen Zeitpunkten im Jahr sammelt.
  • Die Organisationen verpflichten sich zu klaren Identifikationsregeln: Sammlerinnen und Sammler haben nicht nur einen amtlichen Lichtbildausweis dabei, sondern auch einen von der jeweiligen Organisation ausgestellten Sammlerausweis.
  • Zudem sichern die beteiligten Verbände zu, dass ehrenamtlich gesammelt wird, die Kosten werden möglichst gering gehalten. Die Erlöse sind ausschließlich für gemeinnützige, mildtätige oder karitative Zwecke im Rahmen der jeweiligen Satzung bestimmt.
  • Die Einhaltung des für die jeweilige Organisation geltenden Datenschutzrechts wird sichergestellt.

Auf das Regelwerk einigten sich der Sozialverband VdK, der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, der Bund Naturschutz, der Landesbund für Vogel- und Naturschutz Bayern (LBV), die AWO, das Bayerische Rote Kreuz (BRK), die Caritas, die Diakonie, der Paritätische Wohlfahrtsverband und der Landesverband Israelitischer Kultusgemeinden.

Betrugsversuche mit Spendensammeln

Immer wieder meldet die Polizei in Bayern Versuche von Betrügern, mit Spendensammeln an Geld zu kommen. So berichtete die Polizei in Oberfranken im vergangenen August, dass drei Männer in Forchheim vorläufig festgenommen wurden: Sie hatten Geld für eine wohltätige Organisation gesammelt, die nach Erkenntnissen der Ermittler gar nicht existiert hatte. Im vergangenen September nahm die Polizei in Nürnberg sieben Verdächtige vorläufig fest, die im Bereich der Nürnberger Messe als falsche Spendensammler unterwegs waren.

© dpa-infocom, dpa:260212-930-677539/1