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YouTuber für falsches Maskottchen beim EM-Spiel verurteilt

Seine Aktion löste eine große Debatte über die Sicherheitsmaßnahmen bei der EM in Deutschland aus. Jetzt sprach ein Gericht sein Urteil über Marvin Wildhage.

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Prozess gegen Influencer wegen gefälschtem Maskottchen-Kostüm Malin Wunderlich/dpa

München (dpa) - Weil er sich als Fake-Maskottchen beim EM-Eröffnungsspiel in München bis zum Spielfeld geschmuggelt hatte, muss YouTuber Marvin Wildhage Hunderte Euro Strafe zahlen. Konkret geht es um 60 Tagessätze zu je 150 Euro. Zudem werden 5.400 Euro aus mit den Videos erzielten Einnahmen eingezogen. Der Webvideoproduzent habe sich der Urkundenfälschung und des Erschleichens von Leistungen schuldig gemacht, begründete die Richterin des Amtsgerichts München ihr Urteil. 

Sie folgte damit der Forderung des Staatsanwalts. Die Verteidigerin hingegen plädierte auf Freispruch, weil sich Wildhage unter hohem persönlichem Einsatz um die Sicherheit der Spiele verdient gemacht habe. 

Wildhage verteidigt Aktion als investigativen Journalismus

Der YouTuber hatte seine Aktion zu Beginn des Prozesses persönlich als investigativen Journalismus verteidigt. «Ich sehe es als meine Aufgabe, auf Missstände aufmerksam zu machen, sie in die Öffentlichkeit zu tragen.» Seine Videos seien aus klassischer Sicht vielleicht ein unübliches Format. «Aber das ändert ja trotzdem nichts an der Tatsache, dass meine Arbeit nichts anderes ist als investigativer Journalismus.»

Der ausgebildete Journalist hatte sich mithilfe eines nachgeahmten Maskottchen-Kostüms und gefälschter Akkreditierungen beim Eröffnungsspiel der Fußball-EM im Juni 2024 ohne Berechtigung im Innenraum des Stadions aufgehalten. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

© dpa-infocom, dpa:260513-930-73964/4