FC Bayern vor Kunstrasen-Abenteuer: «Keine Zweifel an Manu»
Wer steht beim FC Bayern in der Champions League im Tor? Sportvorstand Max Eberl lässt das offen. Bei der grundsätzlichen Rollenverteilung ist er aber weiter festgelegt.
Stavanger/München (dpa) - Der jüngste Bundesliga-Patzer von Manuel Neuer ändert die Torhüterstrategie des FC Bayern München nicht. «Für uns gibt es da gar keine Zweifel an Manu. Es gibt eine klare Idee, die wir haben, die setzen wir seit fast eineinhalb, fast seit zwei Jahren um, zusammen mit Jonas Urbig im Torhüterteam», sagte Sportvorstand Max Eberl vor dem Abflug des deutschen Fußball-Rekordmeisters zum Champions-League-Spiel nach Norwegen. Die Münchner setzen auf Neuer als Nummer eins und Urbig als dessen Vertreter und Nachfolger sowie Sven Ulreich als Backup.
«Manu ist unsere Nummer 1»
Ob Trainer Vincent Kompany am Dienstag (21.00 Uhr/Prime Video) bei Viking Stavanger Routinier Neuer, der beim 2:2 gegen Augsburg gepatzt und das schnellste Gegentor der Bundesliga-Geschichte kassiert hatte, oder Jonas Urbig ins Tor stellt, verriet Eberl nicht. «Ich denke, Vinnie hat sich seine Gedanken gemacht zusammen mit dem Trainerstab, deswegen möchte ich da gar nicht vorweggreifen», sagte Eberl am Münchner Flughafen. «Er sagt ja auch immer berechtigterweise, Abschlusstraining ist noch und danach wird man es entscheiden.»
Nach Neuers schwachem Auftritt war vereinzelt die Idee aufgeworfen worden, dass Urbig (23) schon in dieser Saison zur Nummer eins werden könnte. «Manu ist unsere Nummer eins, wird es auch bleiben. Und was dann in Zukunft passiert, das wird man dann sehen», sagte Eberl.
Veränderte Reiseplanung wegen Kunstrasen
Nach dem 5:0 zum Auftakt der neuen Königsklassen-Saison gegen FK Bodø/Glimt vor einem Monat streben die Münchner in Stavanger den nächsten Erfolg an. «Vorfreude Champions League ist immer groß, auch wenn es vermeintlich exotisch klingt», sagte Eberl. Er warnte vor einem kniffligen Untergrund: «Kunstrasen auswärts. Bodø hat es letztes Jahr gezeigt, wie kompliziert es ist, dann dort in dieser Atmosphäre zu spielen. Deswegen müssen wir gewarnt sein, aber freuen uns tatsächlich drauf.»
Um sich auf den Kunstrasen einzustimmen, reisen die Bayern früher als gewohnt an. Das Abschlusstraining findet nicht am Clubgelände in München, sondern in Norwegen statt.