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Großbaustelle zwischen Nürnberg und Regensburg: Bahnstrecke ab Februar 2026 für fünf Monate gesperrt – Ersatzbusse, Umleitungen und alle wichtigen Infos für Reisende

Pendler und Reisende zwischen Nürnberg und Regensburg müssen sich ab Februar 2026 auf große Änderungen einstellen: Die Bahnstrecke wird für fünf Monate komplett gesperrt und umfassend saniert. Welche Ersatzbusse fahren, wie sich die Fahrzeiten ändern und was ihr jetzt beachten müsst – alle Details dazu lest ihr hier.

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Deutsche Bahn Bayern Soeren Stache/dpa

Die Bahnstrecke Nürnberg–Regensburg zählt zu den wichtigsten Verkehrsachsen in Bayern. Ab Freitag, 6. Februar 2026, wird sie für fünf Monate komplett gesperrt. Grund ist eine umfassende Generalsanierung durch die Deutsche Bahn. Was bedeutet das für euch als Reisende? Hier findet ihr alle wichtigen Informationen zu Ersatzverkehr, Umleitungen, Änderungen – und was das Zugpersonal in dieser Zeit macht.

Was wird saniert?

Die Deutsche Bahn erneuert auf rund 80 Kilometern die Gleise und auf etwa 90 Kilometern die Oberleitungen. Insgesamt werden 20 Bahnhöfe modernisiert und barrierefrei ausgebaut. An sieben Stationen entstehen neue Bahnsteige für einen stufenlosen Einstieg, in Beratzhausen und Parsberg werden Aufzüge eingebaut. 

Ein besonderer Fokus liegt auf der Sanierung eines 37 Meter hohen Bahndamms bei Deining und einer Brücke bei Burgthann.

Ersatzverkehr und Umleitungen

Während der Sperrung fahren im Regionalverkehr purpurfarbene Ersatzbusse auf den Linien S3, RE 22, RE 50 und RB 51. Die Fahrtzeit verlängert sich deutlich: Statt einer Stunde mit dem RE 50 dauert die Busfahrt etwa doppelt so lange. Zusätzlich gibt es Expressbusse, die über die Autobahn fahren. 

Wer weiterhin mit dem Zug fahren möchte, kann die Linie RE 40 von Nürnberg über Schwandorf nach Regensburg nutzen – die Fahrt dauert rund eine Stunde und 40 Minuten. Auch auf angrenzenden Strecken, etwa zwischen Ingolstadt und Regensburg sowie München und Passau, kommt es zu Einschränkungen. 

Güterzüge werden umgeleitet, wodurch der Regionalverkehr auf diesen Strecken ausgedünnt wird.

Was bedeutet das für Pendler und Schüler?

Wer täglich zwischen Nürnberg und Regensburg unterwegs ist, muss deutlich mehr Zeit einplanen. Die Fahrt mit dem Ersatzbus dauert etwa doppelt so lange wie mit dem Zug – statt einer Stunde sind es rund zwei Stunden. Besonders betroffen sind Schüler und Berufspendler, die morgens und abends auf die Verbindung angewiesen sind.

Welche Alternativen gibt es?

  • Ersatzbusse: Auf den Linien S3, RE 22, RE 50 und RB 51 fahren purpurfarbene Busse im dichten Takt. 
  • Expressbusse: Schnellere Verbindung über die Autobahn mit weniger Zwischenhalten.
  • Umleitung per Zug: Mit dem RE 40 könnt ihr von Nürnberg über Schwandorf nach Regensburg fahren (Fahrzeit: ca. 1 Stunde 40 Minuten).
  • Weitere Strecken: Auch zwischen Ingolstadt und Regensburg sowie München und Passau gibt es Ersatzverkehre und Einschränkungen.

Fernverkehr: Mehr Zeit einplanen

Im Fernverkehr werden ICE-Züge von Nürnberg über Ingolstadt umgeleitet und benötigen etwa eine Stunde länger nach Regensburg. Ein ICE pro Tag und Richtung fährt von München über Landshut, Regensburg und Passau nach Wien. Alle weiteren ICE-Züge beginnen oder enden bereits in Nürnberg. Zwischen Nürnberg und München verlängert sich die Fahrzeit der ICE um bis zu 15 Minuten.

Was machen die Zugführer und das Zugpersonal während der Sperrung?

Auch für das Zugpersonal bringt die Sperrung große Veränderungen. Die Triebfahrzeugführer von agilis werden in dieser Zeit vorübergehend in anderen Regionen, zum Beispiel in Oberfranken, eingesetzt und steuern dort Züge. Zugbegleiter unterstützen an den wichtigsten Haltestellen des Schienenersatzverkehrs die Reisenden bei der Suche nach dem richtigen Bus und helfen beim Umstieg. 

So kann agilis auf Kurzarbeit verzichten und sorgt dafür, dass das Personal flexibel und sinnvoll eingesetzt wird. Ein Teil der agilis-Züge wird während der Sperrung abgestellt und regelmäßig gewartet, damit sie nach der Bauphase wieder einsatzbereit sind.

Informationen und Fahrpläne

Alle aktuellen Fahrpläne, Ersatzbusse und Umleitungen findet ihr auf der Website der Deutschen Bahn, im DB Navigator und im WhatsApp-Kanal „Generalsanierung Nürnberg–Regensburg“. Auch die regionalen Verkehrsverbünde wie der RVV passen ihre Buslinien und Fahrzeiten an.

Was bringt die Sanierung langfristig?

Nach Abschluss der Bauarbeiten soll die Strecke zuverlässiger, pünktlicher und barrierefrei sein. Für euch bedeutet das: weniger Störungen, mehr Komfort und bessere Anschlüsse – besonders für Pendler und Schüler in Bayern. 

Mit der Generalsanierung sollen die Voraussetzungen für einen modernen, zuverlässigen und barrierefreien Bahnverkehr geschaffen  werden. Die Strecke ist ein wichtiger Teil der europäischen Verkehrsachse Rhein-Donau und spielt eine zentrale Rolle für den Bahnverkehr in Bayern und nach Österreich.

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