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Fürth vor Saisonstart: Fingerzeig und Ansage an den Ex

Beim Auftakt gegen St. Pauli trifft Fürth direkt auf Ex-Kapitän Hrgota - und Coach Vogel hat eine besondere Botschaft für ihn. Ganz grundsätzlich gibt es bei den Franken schon ein klares Ziel.

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Heiko Vogel Daniel Karmann/dpa

Fürth (dpa/lby) - Ein Saisonziel haben Heiko Vogel und seine SpVgg Greuther Fürth schon jetzt klar formuliert. «Ich habe mir vorgenommen - für mich persönlich und auch für die Mannschaft - dass wir ein Szenario, wie wir es letzte Saison gehabt haben, nicht nochmal erleben», betonte der Coach vor dem Start der 2. Fußball-Bundesliga an diesem Wochenende. Fast-Abstieg und Rettung in der Relegation: Auf den Nervenkitzel können die Franken verzichten.

Wenn es am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) auswärts bei Bundesliga-Absteiger FC St. Pauli losgeht, dann soll die vergangene Spielzeit abgehakt sein. Das wünscht sich Vogel, der sich nur an das Happy End aus dem Frühjahr und nicht an die riesigen Sorgen erinnern will. «Ich habe so viele positive Erlebnisse im Kopf», erzählte er. «Wir hatten alle zusammen diese prekäre Situation gemeistert. Und ich bin sehr stolz auf die Art und Weise, wie wir das geschafft haben.»

Pauli-Aufgabe als Indikator für die Saison?

Mit dem Schwung gelte es nun auch, den XXL-Umbruch im Team bestmöglich zu meistern. Wo steht Fürth denn nun eigentlich? «Ich kann viele Fragen besser nach dem Spiel beantworten», meinte Vogel vor der Reise nach Hamburg.

Einer der vielen Abgänge im Sommer war der langjährige Kapitän Branimir Hrgota, der just zu St. Pauli wechselte. Am Auftaktspieltag kommt es für die Franken also gleich zum Wiedersehen mit dem einstigen Leistungsträger. Vogel hatte mit dem Stürmer zuletzt Kontakt und ihm alles Gute gewünscht, wie er verriet. Den kommenden Sonntag nahm er bei diesen Wünschen aber aus. «Wir versuchen, dass es für ihn weniger gut läuft als für uns», sagte Vogel.

Treffen mit dem Ex: «Ich habe schon Angst vor dir»

Hrgota wurde bei St. Pauli gleich stellvertretender Kapitän und freut sich auf das Duell mit jenem Team, für das er selbst sieben Jahre lang auflief. «Es war eine sehr, sehr schöne Zeit», schwärmte er in dieser Woche. Dass die Partie gegen den Ex so früh angesetzt wurde, sei «schon lustig» gewesen, meinte der Schwede. Doch es sei auch «gut», das Spiel «direkt wegzuhaben».

Fürths neuer Kapitän Felix Klaus suchte übrigens über Social Media gleich den Kontakt zu seinem Vorgänger. «Ich habe ihm gestern ein Herz geschickt auf seine Instagram-Story», verriet Klaus den «Fürther Nachrichten». «Da hat er geschrieben: "Brate, ich habe schon Angst vor dir."» Klaus' Aufforderung an Hrgota, es am Sonntag ruhiger angehen zu lassen, dürfte nicht erhört werden.

Vorfreude auf Millerntor

Dass das «Kleeblatt»-Team gleich gegen einen Bundesliga-Absteiger ran muss, das stört Vogel nicht. «Man muss ja irgendwo starten gegen irgendwen», meinte er. Ob die Hamburger nun ein besonders schwerer Gegner seien, das sei nicht sicher. «Alle wissen nicht, wo sie stehen. Es ist ein unglaublich attraktives Los. Ich sehe es sehr positiv, es ist eines der schönsten Stadien in der Liga.»

© dpa-infocom, dpa:260807-930-496970/2