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Gaffer fotografiert Reanimation in Gebenbach: Polizei ermittelt – Das droht Schaulustigen, die Rettungseinsätze filmen oder fotografieren

In Gebenbach hat ein Nachbar während eines Rettungseinsatzes Fotos von einer Reanimation gemacht. Die Polizei ermittelt nun gegen den 71-Jährigen. Was Gaffer in Bayern erwartet, wenn sie Rettungskräfte behindern oder Aufnahmen machen, erfahrt ihr im Artikel. Alle Details und rechtliche Hintergründe gibt’s hier.

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Symbolfoto zu Gaffer-Einsätzen bei Unfällen: Links leuchtet ein blaues Polizeiblaulicht, rechts hält eine Person eine Kamera nah vors Gesicht und fotografiert – Thema unerlaubtes Filmen und Fotografieren von Unfallstellen durch Schaulustige, Bericht aus Gebenbach in der Oberpfalz, Bayern. Bayern Foto: AdobeStock

Ein Nachbar fotografiert eine Reanimation – Polizei ermittelt

In Gebenbach (Oberpfalz) hat ein 71-jähriger Nachbar während eines Rettungseinsatzes Fotos gemacht, als sein 75-jähriger Nachbar reanimiert wurde. Die Rettungskräfte bemerkten die Aufnahmen und informierten die Polizei. Die Beamten stellten die Kamera sicher und fanden mehrere Bilder, die den Patienten und die Einsatzkräfte bei der Reanimation zeigen. Gegen den Fotografen wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Konsequenzen für Gaffer: Das droht bei Foto- und Videoaufnahmen

Wer als Gaffer bei Unfällen oder medizinischen Notfällen Fotos oder Videos von Verletzten oder Verstorbenen macht, begeht eine Straftat. Laut Strafgesetzbuch (§ 201a StGB) droht eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren oder eine Geldstrafe. Es spielt keine Rolle, ob die Aufnahmen veröffentlicht werden – schon das Anfertigen ist strafbar. Die Polizei kann vor Ort das Smartphone oder die Kamera beschlagnahmen.

Weitere Sanktionen für Gaffer

  • Gaffen als Ordnungswidrigkeit: Bußgeld von 20 bis 1000 Euro möglich
  • Behinderung der Rettungskräfte: Mindestens 70 bis 75 Euro Bußgeld und 1 Punkt in Flensburg
  • Unterlassene Hilfeleistung: Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe
  • Fotos oder Videos von Unfalltoten: Seit 2021 ebenfalls Straftat, bis zu zwei Jahre Haft oder Geldstrafe

Warum ist Gaffen so gefährlich?

Gaffer behindern oft die Arbeit der Rettungskräfte und gefährden damit Menschenleben. Sie verletzen außerdem die Persönlichkeitsrechte der Betroffenen

Die Polizei appelliert: Rettungseinsätze sind kein Spektakel und kein Motiv für Fotos oder Videos.

So verhaltet ihr euch richtig am Unfallort

  • Rettungsgasse bilden und freihalten
  • Unfallstelle zügig passieren, nicht stehenbleiben
  • Keine Fotos oder Videos machen
  • Anweisungen von Polizei und Rettungskräften Folge leisten

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