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GPS-Köderfahrräder in Bayern: So geht die Polizei gegen Fahrraddiebe vor – und so könnt ihr euer eigenes Rad mit GPS-Trackern schützen

Die Fahrradsaison startet und mit den steigenden Temperaturen sind leider auch Fahrraddiebe wieder aktiv. In Bayern setzt die Polizei jetzt auf GPS-Köderfahrräder, um Dieben das Handwerk zu legen. Wie ihr euer eigenes Rad mit GPS-Trackern schützen könnt und was dabei wichtig ist, erfahrt ihr hier.

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Fahrraddiebstahl Bayern Andreas Gebert/dpa

Die Fahrradsaison ist in vollem Gange – und damit steigt auch das Risiko für Fahrraddiebstahl. In Bayern setzt die Polizei jetzt auf eine clevere Methode: GPS-Köderfahrräder. Gleichzeitig könnt ihr euer eigenes Bike mit GPS-Trackern schützen und Dieben immer einen Schritt voraus sein.

So funktionieren GPS-Köderfahrräder der Polizei

Die Polizei in der Oberpfalz platziert aktuell hochwertige Fahrräder mit versteckten GPS-Trackern an Orten, an denen besonders oft Fahrräder gestohlen werden – zum Beispiel an Bahnhöfen oder in Innenstädten. Wird so ein Köderfahrrad geklaut, kann die Polizei in Echtzeit verfolgen, wohin es gebracht wird und die Täter direkt stellen. Die Aktion richtet sich vor allem gegen organisierte Diebesbanden und soll auch abschreckend wirken: Niemand weiß, ob nicht gerade ein Köderbike in der Nähe steht.

So könnt ihr euer eigenes Fahrrad tracken

Auch ihr könnt euer Rad bzw. E-Bike mit einem GPS-Tracker schützen. Die kleinen Geräte lassen sich zum Beispiel unter dem Sattel, im Rücklicht oder im Rahmen verstecken. Über eine App auf dem Smartphone seht ihr jederzeit, wo sich euer Fahrrad befindet. Wird das Rad bewegt oder gestohlen, bekommt ihr sofort eine Warnung aufs Handy.

  • Viele E-Bikes haben den Tracker schon ab Werk eingebaut.
  • Für normale Fahrräder gibt es Nachrüstlösungen.
  • Die Tracker kosten meist über 200 Euro, dazu kommen monatliche Gebühren für die SIM-Karte.
  • Achtung: Manche Tracker nutzen noch das alte 2G-Netz, das in Deutschland zwischen 2028 und 2030 abgeschaltet wird. Achtet beim Kauf auf aktuelle Technik.
  • Als günstige Alternative gibt es den Apple AirTag. Er ist zwar nicht ganz so genau wie ein GPS-Tracker, reicht aber in Städten oft aus – solange genug Apple-Geräte in der Nähe sind.

Was tun, wenn das Fahrrad gestohlen wurde?

  • Meldet den Diebstahl sofort bei der Polizei und eurer Versicherung.
  • Ein Fahrradpass mit allen wichtigen Daten hilft bei der Identifizierung.
  • Fragt regelmäßig beim Fundbüro nach.
  • Sichert euer Rad immer mit einem hochwertigen Schloss und schließt es an festen Gegenständen an.

Tipps für mehr Sicherheit

  • Nutzt stabile Bügel- oder Kettenschlösser.
  • Sichert auch Einzelteile wie Akku, Sattel und Räder.
  • Kombiniert verschiedene Schlosssysteme.
  • Achtet auf gut beleuchtete und belebte Abstellplätze.

Mit GPS-Trackern und den richtigen Sicherheitsmaßnahmen seid ihr bestens vorbereitet – und macht es Fahrraddieben richtig schwer!