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Große Pandas für den Tierpark Hellabrunn: Bayerische Staatsregierung und Grüne streiten über Finanzierung und Folgekosten des neuen Panda-Geheges

Der Tierpark Hellabrunn in München plant, zwei Große Pandas als neue Attraktion zu holen. Die Finanzierung des Projekts sorgt aktuell für Streit zwischen der Staatsregierung und den Grünen im Landtag. Alle Informationen dazu lest ihr hier.

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Panda-PK im Tierpark Hellabrunn Peter Kneffel/dpa

Der Tierpark Hellabrunn in München soll ab 2028 zwei Große Pandas als neue Attraktion bekommen. Die Staatsregierung und die Grünen im Landtag diskutieren über die Finanzierung und die Folgekosten des Projekts.

Streit um die Finanzierung des Panda-Geheges

Die Staatsregierung plant, für den Bau des neuen Panda-Geheges 18 Millionen Euro bereitzustellen. Das Geld stammt aus dem Haushaltstitel zur Förderung des Tourismus. Die Grünen kritisieren, dass die Mittel für das Panda-Projekt gesperrt werden sollen, bis alle Folgekosten transparent sind. Sie befürchten, dass an anderer Stelle Geld fehlt, etwa bei der regionalen Infrastrukturförderung.

Unklarheiten bei den laufenden Kosten

Neben den Baukosten kommen weitere Ausgaben hinzu. Für die Leihgebühr der Pandas verlangt China üblicherweise eine Artenschutzgebühr von 500.000 Euro pro Tier und Jahr. Bei zwei Pandas und einer Leihdauer von zehn Jahren entstehen so rund 10 Millionen Euro zusätzlich. Wer diese Summe ab 2028 zahlt, ist laut den Grünen offen. Die Staatsregierung nennt dazu keine Zahlen und keinen Kostenträger.

Staatsregierung betont Vorteile für Bayern

Das Tourismusministerium betont, dass die Pandas eine besondere Attraktion für Bayern sind und das Vorhaben einen Beitrag zum Artenschutz leistet. Die Baukosten werden aus extra Mitteln finanziert, die Unterhaltskosten trage allein der Tierpark Hellabrunn. 

Die Pandas stärken laut Ministerium auch die Bekanntheit und den guten Ruf des Freistaats in der Welt. Große Pandas gelten weltweit als Publikumsmagnet und ziehen erfahrungsgemäß sehr viele Besucher an. Das wurde etwa in Berlin, Edinburgh und Wien gemessen. Von diesem Interesse profitieren neben dem Tierpark selbst auch Tourismusbetriebe in der Stadt München sowie Bayern als Tourismus-Standort insgesamt, so das Ministerium.

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