Herzinfarkte in Bayern: Deutlicher Rückgang seit 2017 – Rosenheim mit niedrigster Herzinfarkt-Rate in Deutschland, aber Anstieg bei Diabetes und Bluthochdruck
Gute Nachrichten für Bayern: Die Zahl der Herzinfarkte ist in den vergangenen Jahren deutlich gesunken. Besonders Rosenheim sticht mit der niedrigsten Herzinfarkt-Rate bundesweit hervor. Doch es gibt auch Entwicklungen, die Experten Sorgen bereiten. Alle Informationen dazu lest ihr hier.
Die Zahl der Herzinfarkte in Bayern ist in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen. Das zeigen aktuelle Daten der AOK, der größten Krankenkasse im Freistaat. Besonders auffällig: Die Stadt Rosenheim verzeichnet mit 180 Fällen je 100.000 Personen die niedrigste Herzinfarkt-Rate in ganz Deutschland.
Herzinfarkte in Bayern: Deutlicher Rückgang seit 2017
Im Jahr 2024 wurden in den bayerischen Krankenhäusern rund 26.700 Herzinfarktfälle dokumentiert. Das entspricht einer Rate von 290 Fällen je 100.000 Menschen ab 30 Jahren. Im Vergleich zu 2017 ist das ein Rückgang um knapp 14 Prozent – damals lag die Zahl noch bei 30.400 Fällen (340 je 100.000).
Bayern bundesweit auf Platz zwei
Im bundesweiten Vergleich liegt Bayern mit Sachsen und Berlin auf dem zweiten Platz. Nur in Hamburg ist die Herzinfarkt-Rate mit 270 Fällen je 100.000 noch niedriger. Am anderen Ende der Skala steht Thüringen mit 370 Fällen je 100.000.
Rosenheim mit bundesweit niedrigster Rate
Die Stadt Rosenheim hebt sich besonders positiv hervor: Mit einer Rate von 180 Fällen je 100.000 Personen ab 30 Jahren ist sie bundesweiter Spitzenreiter. Das zeigt der aktuelle Gesundheitsatlas des Wissenschaftlichen Instituts der AOK.
Unterschiede nach Alter und Geschlecht
Die Daten zeigen, dass das Risiko für einen Herzinfarkt mit dem Alter deutlich steigt. Zudem gibt es einen klaren Unterschied zwischen den Geschlechtern: Bei Männern liegt die Rate in Bayern bei 410 je 100.000, bei Frauen bei 180 je 100.000.
Risikofaktoren nehmen zu: Diabetes und Bluthochdruck
Trotz des Rückgangs bei den Herzinfarkten gibt es auch besorgniserregende Entwicklungen. Die Zahl der Menschen mit Diabetes mellitus Typ 2 ist in Bayern von 9,7 Prozent (2017) auf 10,3 Prozent (2024) gestiegen. Auch der Anteil der Menschen mit Bluthochdruck wuchs von 26,6 Prozent auf 27,9 Prozent.