HIV-Testwochen - Frühe Behandlung kann Aids verhindern
Viele Menschen verzichten aus Angst oder Scham auf einen HIV-Test. Dabei kann eine frühe Behandlung viel bewirken – wo es in Bayern jetzt zusätzliche Beratung und Tests gibt.
München (dpa/lby) - Bayerns Gesundheits- und Präventionsministerin Judith Gerlach (CSU) hat zum Start der bayerischen HIV-Testwochen für eine konsequente Vorsorge und frühzeitige Tests plädiert. «Niemand sollte aus Angst oder Scham auf einen HIV-Test verzichten», betonte die Politikerin.
Eine rechtzeitige Behandlung könne den Ausbruch von Aids verhindern und das Ansteckungsrisiko für andere deutlich senken, so Gerlach. Die Testwochen finden vom 2. bis zum 30. November statt.
Zahl der HIV-Infektionen in Bayern stieg zuletzt
Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) lebten Ende 2024 rund 12.400 Menschen in Bayern mit einer HIV-Infektion, wie das bayerische Gesundheitsministerium mitteilte. Im selben Jahr infizierten sich schätzungsweise 290 Menschen neu - das waren demnach etwa 15 Fälle mehr als im Vorjahr. Laut RKI stieg deutschlandweit insbesondere die Zahl der Neuinfektionen durch heterosexuelle Kontakte.
Während der Aktion unter dem Motto «Test jetzt!» bieten Gesundheitsämter, Aids-Beratungsstellen und Aids-Hilfen im Freistaat zusätzliche Beratung, Testangebote und Informationsveranstaltungen an. Unabhängig von den Aktionswochen sind zudem kostenlose und anonyme HIV-Tests an den bayerischen Gesundheitsämtern ganzjährig möglich.