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ICE-Tür öffnet sich während der Fahrt – Nothalt in Tunnel

Während ein Schnellzug mit Tempo 200 durch Unterfranken rauscht, öffnet sich plötzlich eine Tür. Der Lokführer handelt sofort. Es folgt ein Sucheinsatz bei Dunkelheit.

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ICE fährt mit offener Tür Pascal Höfig/NEWS5/dpa

Karlstadt (dpa) - Auf einer Fahrt durch Unterfranken mit rund 200 Kilometern pro Stunde hat sich bei einem ICE aus ungeklärter Ursache eine Waggontür geöffnet. Der Lokführer habe den Schnellzug sofort gestoppt, teilte die Bundespolizei mit. Der ICE 528 auf der Fahrt von München nach Dortmund kam am Eingangsportal eines Tunnels bei Karlstadt (Landkreis Main-Spessart) zum Stehen. Verletzt wurde niemand. Die DB schloss ein Problem am Zug aus, die Bundespolizei nahm sofortige Ermittlungen auf.

«Türen öffnen sich nicht einfach während der Fahrt»

Der Vorfall ereignete sich am Dienstagabend. An Bord befanden sich 238 Reisende. Eine technische Störung am Zug lag demnach nicht vor, wie eine Bahn-Sprecherin mitteilte. Zur Frage, ob jemand an Bord des Zugs die Tür mutwillig geöffnet haben könnte, nahm die DB nicht Stellung. «Türen im ICE öffnen sich nicht einfach während der Fahrt», hieß es in der kurzen Stellungnahme. «Die konkrete Ursache ist Gegenstand der ermittelnden Behörden.» Aussagen zu weiteren Details seien erst nach Abschluss der Ermittlungen möglich. 

Polizei stellt Identitäten der Fahrgäste fest

Der Lokführer hatte seinen Zug in der Nähe von Karlstadt vor einem Tunnel gestoppt. Die Fahrgäste konnten später in Lohr am Main aussteigen. Die Bundespolizei befragte dort die Passagiere und nahm die Personalien auf. Außerdem überprüften die Beamten, ob Gepäck aus dem Zug gefallen war. Die Bahnstrecke wurde gegen 2.30 Uhr wieder freigegeben.

Niemand aus dem Zug gestürzt

Weil laut Bundespolizei zunächst nicht ausgeschlossen werden konnte, dass jemand aus dem Zug gestürzt und verletzt worden war, suchte ein Großaufgebot von Bundes- und Landespolizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten die Strecke vor dem Schönraintunnel mit Drohne, Hundestaffel sowie Hubschrauber und Wärmebildtechnik ab. Die Suche sei aufgrund des unwegsamen Geländes und der Dunkelheit aufwendig gewesen, hieß es. Gefunden wurde niemand. Am Vormittag sollte die Strecke erneut abgesucht werden.

© dpa-infocom, dpa:260902-930-619542/3