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Kompany weckt Hoffnungen auf großes Bayern-Jahr

Die Asienreise des FC Bayern neigt sich dem Ende entgegen. Die Worte von Trainer Vincent Kompany lassen die Fans von einer großen Saison träumen. Erst einmal soll ein Testspiel Aufschlüsse geben.

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FC Bayern auf Asien-Reise Christian Kunz/dpa

Hongkong (dpa) - Vincent Kompany musste lachen, als ihm klar wurde, dass er das Stadion verwechselt hatte. «Ich habe zu Stani schon gesagt, die haben aber einiges umgebaut. Aber es ist ein anderes Stadion, aha, das fügt sich nun für mich zusammen», sagte der Trainer des FC Bayern München, als er an der Seite von Verteidiger Josip «Stani» Stanisic zum Kai Tak Stadium befragt worden war. Vor mehr als einem Jahrzehnt lief er als Kapitän von Manchester City in Hongkong auf - allerdings im acht Kilometer entfernten Hong Kong Stadium.

Kompany weckt Hoffnungen auf große Bayern-Saison

In der im Vorjahr eröffneten neuen Arena der pulsierenden Metropole am südchinesischen Meer soll am Freitag (14.00 Uhr) die Asienreise sportlich erfolgreich zu Ende gebracht werden. Am Tag vor dem Freundschaftsspiel gegen den Europa-League-Sieger Aston Villa ließen sich Kompany & Co. nicht nur bei Marketing-Terminen und dem öffentlichen Training feiern. 9000 Kilometer oder 12:30 Flugstunden von der Heimat entfernt, weckte Kompany Hoffnungen auf eine große Bayern-Saison.

Nach dem Double strebt der belgische Trainer mit dem FC Bayern München in der neuen Spielzeit das Triple an. «Ich kann schon jetzt sagen, was ich während der Saison sagen werde und was ich in der Vorbereitung sage. Jetzt sage ich: Unser Ziel ist es, die Champions League zu gewinnen. Wir wollen die Champions League gewinnen, daran besteht kein Zweifel», sagte der 40-Jährige.

In der vergangenen Spielzeit hatten die Münchner überlegen die Meisterschaft und zudem den DFB-Pokal gewonnen. In Europas Fußball-Königsklasse scheiterten die Bayern knapp im Halbfinale an Titelverteidiger und dem späteren Sieger Paris Saint-Germain. 

Kompanys Appell: Es geht mehr um Mentalität als um Qualität

«Wir müssen versuchen, uns weiter zu verbessern, auch wenn wir schon sehr gut waren», sagte Kompany. «Es ist schwierig, besser zu werden, wenn man weiß, dass es nicht nur um die Anzahl der gewonnenen Trophäen geht, sondern auch um die Anzahl der gewonnenen Spiele und die Anzahl der geschossenen Tore.» Die Münchner hatten in der vergangenen Saison mit 122 Treffern einen Torrekord aufgestellt. «Es geht mehr um die Mentalität als um die Qualität. Und die Mentalität muss die gleiche bleiben.»

Zwar formuliere er jetzt die Ziele, aber während der Saison werde der Fokus ein anderer sein. Dann sage er, «dass wir uns auf das nächste Spiel konzentrieren müssen, denn man kann die Champions League nicht im September gewinnen, man kann sie nicht im Oktober gewinnen», erklärte Kompany. «Um die Bundesliga, den Pokal und die Champions League zu gewinnen, müssen zunächst alle unsere Spieler fit sein.» Das sind noch nicht alle: In München arbeiten die Rekonvaleszenten Jamal Musiala, Serge Gnabry, Alphonso Davies und Ismael Saibari an ihrer Rückkehr.

Neuer als Kapitän zurück ins Tor

Für Kompany zählt vor der Abreise der einwöchigen Tour nach Südkorea und Hongkong erst mal das Testspiel gegen Aston Villa. Dann wird Manuel Neuer, der beim 2:1 gegen Jeju pausierte, wieder als Kapitän ins Tor zurückkehren. Auch die anderen WM-Teilnehmer werden mehr Spielzeit als gegen den koreanischen Erstligisten bekommen. «Es ist ein Spiel, in dem wir viel erfahren über die Fitness unseres Teams. Es wird ein gutes Spiel für uns», sagte Kompany gute zwei Wochen vor dem Pflichtspielstart der Münchner. Dann geht es am 22. August bei Vizemeister Borussia Dortmund um den Supercup.

© dpa-infocom, dpa:260806-930-492622/1