Lastwagen kippt auf Baustelle um – Schutt fällt auf Fahrbahn
Ein Mann fährt mit seinem Baustellenfahrzeug gegen einen Haufen aus Bauschutt und durchbricht eine Leitplanke. Was die Polizei zufällig noch bei der Unfallaufnahme feststellt.
München (dpa/lby) - Weil der Fahrer eines Kipplasters mutmaßlich zu schnell in einer Baustelle auf der A99 nahe München unterwegs war, ist das Baustellenfahrzeug umgekippt und hat eine Leitplanke durchschlagen. Zuvor war der Laster am Freitag mit einem Haufen des abgefrästen Fahrbahnbelags zusammengestoßen, wie die Polizei mitteilte.
Der 45 Jahre alte Fahrer wurde den Angaben zufolge leicht verletzt. Die Fahrerkabine habe seitlich über die Leitplanke gehangen und der Mann selbstständig herausklettern können, hieß es weiter.
Totalschaden an Baustellenfahrzeug
Der Bauschutt, den der Laster geladen hatte, verteilte sich bei dem Unfall über die Baustelle. Teile der Ladung seien auch auf die Gegenfahrbahn gefallen, wo ein 56-Jähriger mit seinem Wagen darüberfuhr.
Laut den Ermittlern ist bei dem Unfall ein Totalschaden an dem Baustellenfahrzeug in Höhe von rund 150.000 Euro entstanden. Der Schaden an der Leitplanke wird auf etwa 30.000 Euro beziffert. An dem Wagen des 56-Jährigen sei nur mit einem geringfügigen Schaden zu rechnen, so ein Polizeisprecher.
Falsche Fahrerkarte gefunden
Bei der Durchsuchung des unter Schock stehenden 45-Jährigen hat die Polizei die Fahrerkarte eines anderen Mannes gefunden. Die Beamten gehen davon aus, dass diese Karte zum Zeitpunkt des Unfalls im Fahrtenschreiber des Lastwagens befunden hatte. Nun ermitteln sie auch wegen Verstößen gegen die Sozialvorschriften.
Auf der A99 wird zwischen den Tunneln Aubing und Allach der Fahrbahnbelag erneuert. Die Autobahn ist in Richtung Salzburg an diesem Wochenende wegen der Baumaßnahmen voll gesperrt.