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Drogenfunde, Festnahmen und Kritik nach Durchsuchung in Club

Etwa 100 Polizeibeamte durchsuchen einen Club mit Hunderten Gästen in Augsburg. Sie finden Drogen, doch der große Einsatz bleibt nicht ohne Kritik.

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Polizei Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Augsburg (dpa/lby) - Bei Durchsuchungen unter anderem in einem Club in Augsburg sind 17 Menschen vorläufig festgenommen sowie verschiedene Drogen und Bargeld sichergestellt worden. Die Aktion sei langfristig geplant gewesen, teilte die Polizei mit. Durchsucht worden seien neben dem City Club in der Innenstadt auch Wohn- und Geschäftsräume.

Insgesamt seien rund 200 Beamte im Einsatz gewesen, etwa 100 davon am Club. Dabei wurden nach Polizeiangaben unter anderem Kokain und Amphetamin sichergestellt. Insgesamt fand die Polizei Drogen im unteren dreistelligen Grammbereich. 

In dem Club wurden demnach rund 200 Gäste kontrolliert. Bei der Durchsuchung im Club habe es zudem zwei Widerstandshandlungen gegen Beamte gegeben. Von den 17 festgenommenen Menschen wurden laut Polizei 16 wieder freigelassen. Ein Mensch wurde in ein Gefängnis gebracht - wegen eines Haftbefehls aus einem anderen Verfahren. 

Lange Ermittlungen gingen Durchsuchungen voraus

Seit Ende 2024 sollen Beamte wegen des Verdachts des Handelns mit Betäubungsmitteln ermittelt haben. Dabei soll sich der Verdacht erhärtet haben, dass ein Augsburger Club eine Rolle spiele, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. In diesem soll laut Polizei mit Drogen gehandelt worden sein, zudem sollen diese dort offen konsumiert worden sein. 

Club spricht von «Schikane und Repression»

Die Durchsuchungen werden öffentlich kritisiert. So stellte der Grünen-Stadtverband Augsburg die Frage, ob ein Einsatz mit rund 200 Polizisten in diesem Zusammenhang verhältnismäßig sei. Die Kommunalpolitiker kritisierten, die Durchsuchung des Clubs, eines der «wichtigsten Kulturorte unserer Stadt», stelle alle Besucher unter Generalverdacht.

Auch der City Club selbst meldete sich auf seinem Instagram-Account: «Wir wurden gestern mit unverhältnismäßiger Schikane und Repression konfrontiert. Aber wir lassen uns nicht unterkriegen.» Die Durchsuchungen hätten zu finanziellen Einbußen und Sachschäden geführt, zudem rechne man mit einigen Anwaltskosten «in nächster Zeit». 

Ein Sprecher des Polizeipräsidiums Schwaben Nord begründete den Einsatz mit rund 100 Kräften am Club damit, dass nach vorherigen Erkenntnissen mit bis zu 200 Gästen zu rechnen gewesen sei. Beweise könne man nur sichern, wenn die Situation schnell eingefroren werden könne, bevor diese entsorgt werden, so der Sprecher weiter.

© dpa-infocom, dpa:260202-930-631343/3