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Proteste in Nürnberg nach Urteil gegen Maja T.

Nach dem Urteil gegen Maja T. versammeln sich in Nürnberg rund 200 Menschen zum Protest. Warum der Schuldspruch so polarisiert.

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Proteste um Urteil gegen Linksextreme Sebastian Willnow/dpa

Nürnberg (dpa/by) - In Nürnberg haben sich am Mittwochabend aus Protest gegen das Urteil gegen die non-binäre Person Maja T. in Ungarn rund 200 Teilnehmer zu einer Demonstration versammelt. Nach einer Auftaktkundgebung am Jamnitzerplatz sei der Demonstrationszug durch den Stadtteil Gostenhof gezogen, teilte die Polizei mit. 

Die Versammlung verlief demnach überwiegend störungsfrei. Es kam zu leichten Störungen durch gezündete Pyrotechnik, Verletzte oder Sachschäden gab es nicht. Die Veranstaltung wurde am Abend beendet.

Acht Jahre Haft

Der Protest richtete sich gegen das erstinstanzliche Urteil eines Budapester Gerichts, das Maja T. am Mittwoch zu acht Jahren Haft verurteilt hatte. Richter Jozsef Sos sah es als erwiesen an, dass die 25-jährige Person aus der linken Szene in Deutschland an blutigen Angriffen auf mutmaßliche Rechtsextremisten in Budapest beteiligt war. Rund 20 deutsche und andere mutmaßliche Linksextremisten sollen dabei neun Menschen verletzt haben, vier von ihnen schwer.

Kritiker werfen Ungarns Justiz politische Einflussnahme vor. Zuvor hatte auch das Bundesverfassungsgericht die Auslieferung von Maja T. nach Ungarn als rechtswidrig eingestuft. Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán hatte eine harte Bestrafung gefordert. Politiker der Linken, der Grünen und der SPD fordern die Rücküberstellung von Maja T. nach Deutschland.

© dpa-infocom, dpa:260204-930-643581/1