Puma verliert weiter Umsatz und schreibt Verluste
Puma spürt vor allem in Europa und Nordamerika eine schwächere Nachfrage. Trotz besserer Rohertragsmarge bleibt der Sportartikelhersteller in den roten Zahlen – wie soll es 2026 weitergehen?
Herzogenaurach (dpa) - Der Sportartikelhersteller Puma verliert weiter an Umsatz. So sanken die Erlöse im dritten Quartal im Jahresvergleich um fünf Prozent auf rund 1,78 Milliarden Euro, wie das Unternehmen in Herzogenaurach mitteilte. Währungsbereinigt lag das Minus bei 6,3 Prozent. Dabei verzeichnete Puma vor allem in Europa und Nordamerika eine schwächere Nachfrage.
Dagegen verbesserte sich die Rohertragsmarge von 45,4 auf 49,5 Prozent - dabei profitierte Puma von niedrigeren Beschaffungskosten sowie Zollrückerstattungen im Volumen von 29,8 Millionen Euro.
Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) war mit 0,4 Millionen Euro positiv, Restrukturierungskosten ließen Puma jedoch weiter in der Verlustzone bleiben. Der Nettoverlust betrug 54,9 Millionen Euro und fiel damit etwas niedriger aus als das Minus von 62,3 Millionen Euro aus dem Vorjahr.
Puma erwartet für 2026 weiter einen währungsbereinigten Umsatzrückgang im niedrigen bis mittleren einstelligen Bereich, grenzte jedoch die Spanne beim operativen Ergebnis ein. Das Unternehmen erwartet nun ein operatives Ebit zwischen minus 80 bis minus 130 Millionen Euro. Zudem kürzte das Unternehmen die Investitionen auf voraussichtlich unter 150 Millionen Euro, hier waren zunächst rund 200 Millionen Euro vorgesehen.