Sensationeller Archäologie-Fund in Regensburg: Ältestes Mithras-Heiligtum Bayerns entdeckt
In der Regensburger Altstadt haben Archäologen einen außergewöhnlichen Fund gemacht: Am Stahlzwingerweg wurde das älteste Mithras-Heiligtum Bayerns entdeckt. Die Entdeckung gibt spannende Einblicke in die römische Vergangenheit der Stadt. Alle Informationen dazu lest ihr hier.
In der Regensburger Altstadt haben Archäologen ein einzigartiges Zeugnis aus der römischen Zeit entdeckt: das älteste bekannte Mithras-Heiligtum in Bayern. Die Ausgrabung am Stahlzwingerweg liefert neue Erkenntnisse zur Geschichte der Donausiedlung und zum geheimnisvollen Mithras-Kult.
Archäologische Routine führt zu Sensationsfund
Im Rahmen von Bauarbeiten am Stahlzwingerweg 6 wurden zunächst wie erwartet Siedlungsspuren aus verschiedenen Epochen gefunden. Erst nach genauer Auswertung der Funde durch Fachleute wurde klar: Hier befand sich ein Tempel, der dem orientalischen Gott Mithras geweiht war – und damit das älteste bekannte Mithräum in Bayern.
Indizien für das Mithras-Heiligtum
Obwohl das Gebäude ursprünglich aus Holz bestand und wenig erhalten blieb, führten verschiedene Funde auf die richtige Spur. Dazu zählen ein Weihestein, Fragmente von Votivblechen, Beschläge eines Schreins und Münzfunde, die das Heiligtum in die Zeit zwischen 80 und 171 nach Christus datieren. Besonders auffällig waren Scherben eines Keramik-Topfes mit Schlangenverzierung, Räucherkelche und Henkelkrüge – typische Gegenstände für rituelle Gelage im Mithras-Kult.
Bedeutung für Bayern und die Forschung
Der Fund ist aus zwei Gründen besonders: Es ist das erste römische Heiligtum, das in der Regensburger Altstadt identifiziert wurde, und das älteste von bisher neun bekannten Mithras-Heiligtümern in Bayern. Die Entdeckung liefert wichtige neue Einblicke in die Struktur und Geschichte der Donausiedlung und erweitert das Wissen über den Mithras-Kult, der ab dem späten 2. Jahrhundert in der Region verbreitet war.
Zukunft der Fundstücke im Museum
Die geborgenen Objekte werden künftig in den Museen der Stadt Regensburg ausgestellt. Sie sollen im Rahmen eines neuen Museumskonzepts präsentiert und wissenschaftlich weiter ausgewertet werden.