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Sexualkunde an Bayerns Grundschulen: Lehrkraft oder externe Experten? Landtag diskutiert über die richtige Lösung für den sensiblen Unterricht

Im Freistaat Bayern sorgt der Sexualkundeunterricht in der vierten Klasse aktuell für Diskussionen. Das Kultusministerium will, dass nur Lehrkräfte unterrichten – externe Vereine sollen nicht mehr eingesetzt werden. Wie die Politik darauf reagiert und welche Argumente es gibt, lest ihr hier.

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Unterricht Marcel Kusch/dpa

Der Sexualkundeunterricht an Bayerns Grundschulen steht im Mittelpunkt einer politischen Debatte. Das Kultusministerium hat entschieden, dass künftig ausschließlich die Lehrkraft den Unterricht übernehmen soll. Externe Vereine und Organisationen dürfen nicht mehr eingesetzt werden.

Uneinigkeit im Landtag: Wer ist die beste Ansprechperson?

Im Landtag gibt es unterschiedliche Meinungen dazu, wer am besten geeignet ist, Kindern die Themen rund um Pubertät und körperliche Veränderungen zu erklären. Die Vorsitzende des Bildungsausschusses, Ute Eiling-Hütig (CSU), sieht Vorteile darin, wenn Kinder einer außenstehenden Person Fragen stellen können, die ihnen vielleicht unangenehm sind. Auch die SPD spricht sich dafür aus, externe Experten weiterhin als Ergänzung zuzulassen und schlägt eine Liste seriöser Anbieter vor.

Lehrkraft als Vertrauensperson – Unterstützung von außen erwünscht

Das Kultusministerium betont, dass die Verantwortung für den sensiblen Bereich bei der Klassenlehrkraft liegt. Diese kennt die Kinder gut und hat ein Vertrauensverhältnis aufgebaut. Die Grünen unterstützen diese Sicht und möchten das Vertrauen zwischen Lehrkraft und Schüler stärken.

Simone Fleischmann vom Lehrer- und Lehrerinnenverband
begrüßt die aktuelle Debatte. Sie betont, dass Lehrkräfte sich über Unterstützung von außen freuen, es brauche aber einen klaren rechtlichen Rahmen. Ihrer Meinung nach kann die Zusammenarbeit mit externen Experten sinnvoll sein, solange die Qualität und Seriosität gewährleistet ist.

Petitionen abgelehnt – Diskussion geht weiter

Eine Petition, die von Eltern und einem Workshop-Anbieter initiiert wurde, wurde mehrheitlich abgelehnt. Die Richtlinien aus dem Jahr 2016 sehen externe Experten nur für weiterführende Schulen vor. Dennoch betonen viele Politiker, dass das Thema weiter diskutiert werden muss und das letzte Wort noch nicht gesprochen ist.

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