Perseiden über Bayern: Wann & wo ihr die Sternschnuppen am besten sehen könnt
Der Sternschnuppenmonat August bietet wieder ein hübsches Himmelsschauspiel. Wann und wo ihr in Bayern die Perseiden am besten sehen könnt, lest ihr hier.
Der August ist weithin als DER Sternschnuppenmonat bekannt. Warum das so ist und wo ihr in Bayern die besten Chancen habt, das hübsche Himmelsschauspiel zu beobachten, haben wir hier für euch zusammengefasst.
Perseiden im August
Seinen Ruf verdankt der Sternschnuppenmonat August dem Meteorstrom der Perseïden, dessen maximale Tätigkeit vom 9. bis 13. August zu erwarten ist. Helle Meteore, sogenannte Boliden oder Feuerkugeln sind keine Seltenheit. Der Höhepunkt der Sternschnuppenaktivität ist in der Nacht vom 12. auf 13.08. vorausgesagt, wobei mit bis zu hundert Sternschnuppen zu rechnen ist.
Nachdem am 09. August, nur drei Tage vor dem Höhepunkt des Perseidenschwarms, Vollmond war, stört in diesem Jahr allerdings noch recht helles Mondlicht die Beobachtungen. Das Mondlicht dürfte Experten zufolge viele der schwächeren Sternschnuppen des Perseidenstroms überstrahlen. Die helleren Leuchtspuren bleiben zwar, aber ob der Eindruck eines Sternschnuppenregens dieses Jahr zu beobachten ist, ist fraglich.
Nichtsdestotrotz gibt es sicher die ein oder andere tolle Sternschnuppe zu erhaschen. Die beste Beobachtungszeit sind die Stunden von 23 bis 4 Uhr morgens.
Wo sind die Perseiden zu sehen?
Ab ca. 22 Uhr abends geht das Sternenbild im Nordosten unseres Nachthimmels auf, je höher dieses Sternbild klettert, desto besser wird die Sicht auf die Perseiden. Je später die Nacht und den Blick nach Osten gewandt, sollte bei einem klarem Himmel nichts schief laufen. Wenn ihr aus der Stadt herausfahrt, am besten aufs Land, habt ihr die optimale Sicht.
Einziger Wermutstropfen: Der helle Mond ist zwar auch schön zu beobachten, wird es aber schwieriger machen, die Sternschnuppen zu sehen.
So beobachtet ihr die Sternschnuppen am besten
- Beachtet die Wettervorhersage. Zieht euch entsprechend an, damit euch nicht zu kalt wird.
- Wählt zur Beobachtung einen möglichst dunklen Ort außerhalb der Stadt. Dann könnt ihr die Sterne am besten sehen.
- Am bequemsten lassen sich die Sterne im Liegen beobachten. Nehmt daher am besten eine Decke und ein Sitzkissen mit. Dann könnt ihr euch es auch mit euren Liebsten gemütlich machen.
- Ein Fernglas oder Teleskop braucht ihr nicht, im Gegenteil: Das Blickfeld solcher Instrumente ist für die flinken Himmelslichter zu klein sein. Am besten, ihr habt eine gute Rundumsicht.
Die besten Orte in Bayern zum Sternschnuppen schauen
Unsere Bayernreporter geben euch hier ein paar Tipps, wo in den bayerischen Regierungsbezirken ihr die wenigste Lichtverschmutzung und dadurch die besten Chancen habt, ein paar schöne Sternschnuppen des Perseidenschauers zu erhaschen.
Franken:
- Sternenpark Rhön: Sehr wenig Lichtverschmutzung, wahrscheinlich kommen aber auch ein paar mehr Menschen auf die Idee, die Sternschnuppen dort anzuschauen.
- Hesselberg in Mittelfranken: Der höchste Berg Mittelfrankens hat auch nur wenig Lichtverschmutzung rundherum.
- Petersberg im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim (Marktbergel).
Oberbayern:
- Ammersee: Der See etwa 40 Kilometer südwestlich der Landeshauptstadt München verbindet schönen Seeblick mit überraschend dunklem Himmel.
- Panzerwiese in München: Für alle Münchner, die gar nicht erst die geliebte Stadt verlassen wollen, ist die „Panzerwiese“ im Norden ein guter Tipp.
- Winklmoos-Alm bei Reit im Winkl: Die Winklmoos-Alm in luftigen 1.200 Metern Höhe gilt als einer der spektakulärsten Sternenhimmel-Hotspots der deutschen Alpen. Kristallklare Luft, minimale Lichtverschmutzung und ein ungestörter Panoramablick ermöglichen ideale Beobachtungsbedingungen. Besonders praktisch: Die Alm ist sowohl zu Fuß als auch bequem mit der Gondel erreichbar. Besonders magisch wird die Atmosphäre in den frühen Morgenstunden, wenn die ersten Sonnenstrahlen die umliegenden Gipfel in warmes Licht tauchen.
Niederbayern / Oberpfalz:
- Bayerischer Wald: Der Bayerische Wald hat einen der dunkelsten Himmel Deutschlands - und gehört ab sofort zum exklusiven Kreis der internationalen Sternenparks.
- Aussichtspunkt Huldsessen bei Unterdietfurt: Bei einem Feldkreuz mit Bank hat man einen guten Blick über die Felder ringsum.
- Prüfeninger Schlossgarten in Regensburg: Über die Felder dahinter kommt man zu einer Anhöhe mit Blick auf die Autobahn (A3).
- Winzerer Höhen in Regensburg: Auf den Winzerer Höhen im nördlichen Stadtgebiet von Regensburg hat man einen tollen Rundumblick und wenig bis kein künstliches Licht in der Nähe.
Schwaben/Allgäu:
- Bockberg und Rollenberg bei Harburg: Weiter Blick über das Ries, das Wörnitztal bis nach Donauwörth – ideale Bedingungen zum Sternegucken mit wenig Lichtverschmutzung.
- Ulrichshöhe in Königsbrunn und Kobelberg bei Neusäß: Der Freizeithügel Ulrichshöhe und der Kobelberg liegen südlich von Augsburg, aber weit genug von der Stadt entfernt. Beide sind gut mit Auto oder Rad zu erreichen und bieten freie Sicht nach allen Seiten.
- Allgäuer Volkssternwarte bei Ottobeuren: Unweit von Ottobeuren gibt es auf einer Wiese vor der Sternwarte einen beliebten Beobachtungsplatz, der zu Fuß oder mit dem Rad gut erreichbar ist. Die Gegend ist bewusst dunkel gehalten, sodass Sternschnuppenfans abseits störender Lichter das Schauspiel optimal erleben können. Gerade rund um die Perseiden gibt es dort häufig Sonderöffnungen und Events.