Warnstreiks bei Bus und Bahn in Bayern: Verdi ruft zu Arbeitsniederlegungen und Demo auf – Einschränkungen auch beim Champions-League-Spiel in München
In Bayern stehen erneut Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr an. Die Gewerkschaft Verdi plant Arbeitsniederlegungen in mehreren Städten und einen Demozug. Besonders betroffen sind Busse, Straßenbahnen und U-Bahnen – auch Fußballfans müssen mit Problemen rechnen. Mehr dazu lest ihr hier.
Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr: Verdi plant Aktionen und Demo in Bayern
Die Gewerkschaft Verdi ruft in Bayern zu erneuten Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr auf. Betroffen sind unter anderem die Städte München, Nürnberg, Augsburg, Regensburg, Bamberg, Bayreuth, Passau und Landshut. Fahrgäste müssen mit Einschränkungen bei Bussen, Straßenbahnen und U-Bahnen rechnen.
Einschränkungen in mehreren Städten
Die Warnstreiks finden vor allem am Donnerstag statt. In München sind bereits ab Dienstag Mitarbeiter der Leitstelle und des Fahrgastservice zum Streik aufgerufen. Am Mittwoch ab 11 Uhr und am Donnerstag ganztägig werden zahlreiche Busse, Trams und U-Bahnen stillstehen. Die S-Bahn, Regionalzüge und MVV-Regionalbuslinien sind nicht betroffen.
Champions-League-Spiel: Fußballfans müssen umplanen
Der Warnstreik trifft am Mittwoch auch viele Fußballfans: Ab 11 Uhr will Verdi möglichst viele Busse, Trams und U-Bahnen zum Stillstand bringen. Das erschwert die Anreise zum Champions-League-Spiel des FC Bayern München gegen Atalanta Bergamo in der Allianz Arena. Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) empfiehlt, auf andere Verkehrsmittel auszuweichen oder Fahrgemeinschaften zu bilden.
Verdi plant Demozug und Kundgebung
In Regensburg startet am Donnerstag ab 9:30 Uhr ein Demozug, organisiert von Verdi. Beschäftigte aus Landshut und Passau nehmen an einer Kundgebung am Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) teil und ziehen anschließend gemeinsam durch die Stadt. In Landshut und Passau sind ganztägige Streiks angekündigt. Besonders in Passau soll der Streik bis Samstag, den 21.03.2026, andauern. Fahrgäste müssen sich auf erhebliche Einschränkungen im Nahverkehr einstellen. In Bamberg und Bayreuth werden reduzierte Fahrpläne und Notfahrpläne umgesetzt. Die Fahrgäste sollten sich vorab informieren, welche Linien betroffen sind und mit längeren Wartezeiten rechnen.
Notfahrpläne und Grundversorgung
Viele Städte setzen auf Notfahrpläne, um die Grundversorgung zu sichern. In Regensburg wird das Nachtliniennetz erweitert, dazu fahren Regionalbusse, in Bamberg fahren Busse im Stundentakt vom zentralen Omnibusbahnhof. In Augsburg und Bayreuth ist mit starken Einschränkungen zu rechnen, einige Linien werden weiterhin von privaten Unternehmen bedient.
Hintergrund der Tarifverhandlungen
Die Warnstreiks sollen den Druck in den laufenden Tarifverhandlungen erhöhen. Verdi fordert für die rund 9.000 Beschäftigten eine Lohnerhöhung um fast 670 Euro und eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit auf 35 Stunden. Der Kommunale Arbeitgeberverband lehnt die Forderungen als unbezahlbar ab und bietet lediglich eine Lohnerhöhung von 110 Euro sowie eine mögliche Erhöhung der Wochenarbeitszeit auf bis zu 42 Stunden.
Weitere Informationen und aktuelle Fahrpläne
Fahrgäste können sich auf den Webseiten der jeweiligen Verkehrsbetriebe und in den Apps über aktuelle Fahrpläne und Einschränkungen informieren. Die vierte Verhandlungsrunde findet am Montag, 23. März 2026, in Nürnberg statt.