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Die wichtigsten Vorschläge für die Rentenreform in Deutschland: Renteneintrittsalter steigt, neue Zusatzrente und mehr Einzahler

Die von der Bundesregierung eingesetzte Rentenkommission hat ihre Empfehlungen für die Zukunft der Rente vorgestellt. Im Fokus stehen ein höheres Renteneintrittsalter, die Abschaffung der Rente mit 63, eine neue Zusatzrente und mehr Beitragszahler. Alle Details zu den geplanten Änderungen lest ihr hier.

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Rentenkommission legt Bericht vor Kay Nietfeld/dpa

Die Rentenkommission hat ihre Reformvorschläge für das deutsche Rentensystem präsentiert. Ziel ist es, die langfristige Stabilität der Rente zu sichern und den Lebensstandard im Alter zu erhalten. 

Die wichtigsten Punkte im Überblick:

Renteneintrittsalter wird an Lebenserwartung gekoppelt

Das gesetzliche Renteneintrittsalter soll ab 2032 schrittweise steigen. Ab 2041 wird es alle zehn Jahre um ein halbes Jahr angehoben. Das bedeutet: 2041 liegt das Rentenalter bei 67,5 Jahren, 2051 bei 68 Jahren. In den 2090er-Jahren könnte die Rente mit 70 Realität werden. Die Anpassung erfolgt regelmäßig nach den aktuellen Prognosen zur Lebenserwartung.

Abschaffung der Rente mit 63

Die Möglichkeit, nach 45 Beitragsjahren ohne Abschläge mit 63 Jahren in Rente zu gehen, soll entfallen. Damit will die Kommission die Rentenkasse entlasten und dem Fachkräftemangel entgegenwirken. Für Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen oder besonders belastenden Berufen sind neue Ausnahmeregelungen geplant.

Verpflichtende kapitalgedeckte Zusatzrente

Künftig soll ein Teil der Rentenbeiträge am Kapitalmarkt angelegt werden. Die neue Zusatzrente ist verpflichtend und wird von Arbeitnehmern und Arbeitgebern zu gleichen Teilen finanziert. Bis zu zwei Prozent des Bruttolohns fließen in einen staatlich verwalteten Fonds. Ziel ist es, das Rentenniveau langfristig zu stabilisieren und zu erhöhen.

Mehr Beitragszahler für die Rentenkasse

Neben Angestellten sollen künftig auch Selbstständige und Abgeordnete verpflichtend in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Für Beamte ist eine Einbindung langfristig vorgesehen, aktuell wird empfohlen, die Zahl der Verbeamtungen zu begrenzen.

Weitere Maßnahmen zur Stabilisierung

  • Der Nachhaltigkeitsfaktor wird wieder eingeführt, um die Rentenentwicklung an das Verhältnis von Beitragszahlern zu Rentnern anzupassen.
  • Minijobs ohne Rentenbeiträge sollen künftig nur noch für Schülerinnen und Schüler möglich sein.
  • Die betriebliche Altersvorsorge soll gestärkt und weiter verbreitet werden.

Fazit

Mit diesen Maßnahmen will die Rentenkommission das deutsche Rentensystem zukunftssicher machen. Die Vorschläge sollen als Gesamtpaket umgesetzt werden, um die Rente in Deutschland langfristig zu sichern.

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