Die ANTENNE BAYERN Bayernreporter
Rüffel für Stadt Kempten: Gericht kippt Begleitpflicht für Kinder auf Spielplät
Markus Pöpperl, Schwaben/Allgäu: Der Bayerische Verfassungsgerichtshof hat eine Regelung der Stadt Kempten kassiert, nach der Kinder bis 9 Jahre Spiel- und Bolzplätze nur in Begleitung von Erwachsenen nutzen durften. Die Richter erklärten die entsprechende Passage in der Grünanlagensatzung für verfassungswidrig. Begründung: Für Kinder im Grundschulalter sei es wichtig, Spielplätze und Grünanlagen auch unbeaufsichtigt nutzen und „Neuland erobern“ zu können – die Kemptener Regel sei deshalb unverhältnismäßig. Im Rathaus hatte man die Begleitpflicht damit begründet, dass sie Kinder vor Unfällen – zum Beispiel an Gewässern – schützen sollte. Außerdem sollte sie Haftungsrisiken für die Stadt verringern.
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Streit um Arbeitszeit: Söder verweigert Zustimmung!
Stefan Mack, Landespolitik: Bleibt der 8-Stunden-Arbeitstag oder gibt es in Zukunft mehr Flexibilität? Darüber wird jetzt diskutiert, nachdem ein erster Gesetzentwurf öffentlich geworden ist. CDU/CSU und die Wirtschaft wollen die tägliche Höchstarbeitszeit durch eine wöchentliche ersetzen. Der Gesetzentwurf sieht das aber nur vor, wenn es in einem Tarifvertrag so vereinbart wird. CSU-Chef Söder sagt in München, dass er nicht zustimmt, wenn es so bleibt. Auch die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft übt scharfe Kritik: "Nicht nur untergräbt die Verwässerung den versprochenen Erneuerungskurs massiv, sondern sie stellt auch einen eindeutigen Bruch mit dem Koalitionsvertrag dar." Der Deutsche Gewerkschaftsbund in Bayern hat dagegen immer davor gewarnt, vom 8-Stunden-Tag abzurücken.
19.06.2026 14:00 / 1min
Stefan Mack, Landespolitik: Bleibt der 8-Stunden-Arbeitstag oder gibt es in Zukunft mehr Flexibilität? Darüber wird jetzt diskutiert, nachdem ein erster Gesetzentwurf öffentlich geworden ist. CDU/CSU und die Wirtschaft wollen die tägliche Höchstarbeitszeit durch eine wöchentliche ersetzen. Der Gesetzentwurf sieht das aber nur vor, wenn es in einem Tarifvertrag so vereinbart wird. CSU-Chef Söder sagt in München, dass er nicht zustimmt, wenn es so bleibt. Auch die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft übt scharfe Kritik: "Nicht nur untergräbt die Verwässerung den versprochenen Erneuerungskurs massiv, sondern sie stellt auch einen eindeutigen Bruch mit dem Koalitionsvertrag dar." Der Deutsche Gewerkschaftsbund in Bayern hat dagegen immer davor gewarnt, vom 8-Stunden-Tag abzurücken.
19.06.2026 14:00 / 1min
Trend-Sport Padel: Jetzt bekommt Schweinfurt gleich mehrere Plätze
Birgit Behringer, Unter-/Ober-/Mittelfranken: Die Stadt Schweinfurt setzt auf den Padel-Tennis-Trend und plant mehrere neue Spielfelder. Auf dem Gelände des Hockey Clubs sollen drei Padel-Plätze entstehen, ein privater Investor will dafür zwei bestehende Tennisplätze umbauen. Zusätzlich prüft die Stadt weitere Standorte, auch Indoor-Plätze sind im Gespräch. Padel-Tennis ist eine Mischung aus Tennis und Squash: Das Spielfeld ist halb so groß wie ein Tennisplatz, von Wänden umgeben, die aktiv ins Spiel einbezogen werden. Es gibt ein Netz wie beim Tennis und gespielt wird im Doppel, zwei gegen zwei.
19.06.2026 12:55 / 1min
Birgit Behringer, Unter-/Ober-/Mittelfranken: Die Stadt Schweinfurt setzt auf den Padel-Tennis-Trend und plant mehrere neue Spielfelder. Auf dem Gelände des Hockey Clubs sollen drei Padel-Plätze entstehen, ein privater Investor will dafür zwei bestehende Tennisplätze umbauen. Zusätzlich prüft die Stadt weitere Standorte, auch Indoor-Plätze sind im Gespräch. Padel-Tennis ist eine Mischung aus Tennis und Squash: Das Spielfeld ist halb so groß wie ein Tennisplatz, von Wänden umgeben, die aktiv ins Spiel einbezogen werden. Es gibt ein Netz wie beim Tennis und gespielt wird im Doppel, zwei gegen zwei.
19.06.2026 12:55 / 1min
Kein Schmerzensgeld für Missbrauchsopfer: Ex-Domspatz geht leer aus
Tanja Hugger, Oberpfalz: Im Schmerzensgeldprozess bekommt ein ehemaliger Regensburger Domspatz vom Bistum kein Geld. Das ist eine große Enttäuschung für den 43jährigen. Er hatte mindestens 350000 Euro Schmerzensgeld und weitere Zahlungen gefordert. Er soll in den 1990 er Jahren in der Vorschule der Regensburger Domspatzen sexuell, psychisch und körperlich missbraucht worden sein. Eine Schmerzensgeldforderung sei rechtlich dennoch nicht möglich, da die Vorfälle verjährt seien. Das Gericht betonte aber ausdrücklich, dass die Feststellung der Verjährung keine Aussage darüber trifft, ob die behaupteten Missbrauchstaten tatsächlich stattgefunden haben oder ob dem Kläger dem Grunde nach Ansprüche zustehen. Diese seien durch die Verjährung lediglich nicht mehr rechtlich durchsetzbar (§ 214 BGB). Der Streitwert beträgt 476.404,29 €. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Der Kläger kann binnen eines Monats Berufung zum OLG Nürnberg einlegen.
19.06.2026 10:30 / 1min
Tanja Hugger, Oberpfalz: Im Schmerzensgeldprozess bekommt ein ehemaliger Regensburger Domspatz vom Bistum kein Geld. Das ist eine große Enttäuschung für den 43jährigen. Er hatte mindestens 350000 Euro Schmerzensgeld und weitere Zahlungen gefordert. Er soll in den 1990 er Jahren in der Vorschule der Regensburger Domspatzen sexuell, psychisch und körperlich missbraucht worden sein. Eine Schmerzensgeldforderung sei rechtlich dennoch nicht möglich, da die Vorfälle verjährt seien. Das Gericht betonte aber ausdrücklich, dass die Feststellung der Verjährung keine Aussage darüber trifft, ob die behaupteten Missbrauchstaten tatsächlich stattgefunden haben oder ob dem Kläger dem Grunde nach Ansprüche zustehen. Diese seien durch die Verjährung lediglich nicht mehr rechtlich durchsetzbar (§ 214 BGB). Der Streitwert beträgt 476.404,29 €. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Der Kläger kann binnen eines Monats Berufung zum OLG Nürnberg einlegen.
19.06.2026 10:30 / 1min
Schweinekopf vor Memminger Moschee: Zwei Verdächtige ermittelt
Markus Pöpperl, Schwaben/Allgäu: Nach dem Anschlag auf eine Moschee in Memmingen mit Tierblut und einem abgetrennten Schweinekopf hat die Polizei jetzt zwei Verdächtige ermittelt. Bei Durchsuchungen stellten Ermittler Kleidung und elektronische Datenträger sicher, die jetzt ausgewertet werden. In der Nacht auf den 1. Mai waren mit Blut gefüllte Luftballons gegen den Eingang der türkisch-islamischen Gemeinde geworfen und ein Schweinekopf auf das Halbmond-Symbol gesteckt worden. Die Generalstaatsanwaltschaft ermittelt unter anderem wegen Volksverhetzung und der Beschimpfung einer Religionsgemeinschaft.
19.06.2026 08:45
Markus Pöpperl, Schwaben/Allgäu: Nach dem Anschlag auf eine Moschee in Memmingen mit Tierblut und einem abgetrennten Schweinekopf hat die Polizei jetzt zwei Verdächtige ermittelt. Bei Durchsuchungen stellten Ermittler Kleidung und elektronische Datenträger sicher, die jetzt ausgewertet werden. In der Nacht auf den 1. Mai waren mit Blut gefüllte Luftballons gegen den Eingang der türkisch-islamischen Gemeinde geworfen und ein Schweinekopf auf das Halbmond-Symbol gesteckt worden. Die Generalstaatsanwaltschaft ermittelt unter anderem wegen Volksverhetzung und der Beschimpfung einer Religionsgemeinschaft.
19.06.2026 08:45
Trainer-Streit bei Bamberg Baskets
Birgit Behringer, Unter-/Ober-/Mittelfranken: In Bamberg brodelt’s im Basketballkorb. Für die Baskets ist die Saison sportlich eigentlich gut gelaufen, aber jetzt überschattet ein Streit mit dem Trainer alles. Trainer Anton Gavel will zu Bayern München Basketball wechseln – und zwar offenbar ohne Ablöse. Seine digitale Unterschrift unter dem noch laufenden Vertrag in Bamberg will er für ungültig erklären lassen. Jetzt meldet sich der langjährige Sponsor und Unterstützer der Baskets, Michael Stoschek, zu Wort: Er sagt, er sei enttäuscht von Gavel, von Bayern München und vom Basketball insgesamt – und will sich komplett aus dem Basketballgeschäft zurückziehen. Der Verein hingegen will die Sache ruhiger angehen. Baskets-Geschäftsführer Philipp Höhne betont, was Gavel alles für die Baskets geleistet hat. Man wolle ihm nicht im Weg stehen - aber mit einer fairen Lösung für alle Seiten. Im Moment gibt es noch kein akzeptables Wechsel-Angebot von Gavels Management.
19.06.2026 06:15 / 1min
Birgit Behringer, Unter-/Ober-/Mittelfranken: In Bamberg brodelt’s im Basketballkorb. Für die Baskets ist die Saison sportlich eigentlich gut gelaufen, aber jetzt überschattet ein Streit mit dem Trainer alles. Trainer Anton Gavel will zu Bayern München Basketball wechseln – und zwar offenbar ohne Ablöse. Seine digitale Unterschrift unter dem noch laufenden Vertrag in Bamberg will er für ungültig erklären lassen. Jetzt meldet sich der langjährige Sponsor und Unterstützer der Baskets, Michael Stoschek, zu Wort: Er sagt, er sei enttäuscht von Gavel, von Bayern München und vom Basketball insgesamt – und will sich komplett aus dem Basketballgeschäft zurückziehen. Der Verein hingegen will die Sache ruhiger angehen. Baskets-Geschäftsführer Philipp Höhne betont, was Gavel alles für die Baskets geleistet hat. Man wolle ihm nicht im Weg stehen - aber mit einer fairen Lösung für alle Seiten. Im Moment gibt es noch kein akzeptables Wechsel-Angebot von Gavels Management.
19.06.2026 06:15 / 1min
Rüffel für Stadt Kempten: Gericht kippt Begleitpflicht für Kinder auf Spielplät
Markus Pöpperl, Schwaben/Allgäu: Der Bayerische Verfassungsgerichtshof hat eine Regelung der Stadt Kempten kassiert, nach der Kinder bis 9 Jahre Spiel- und Bolzplätze nur in Begleitung von Erwachsenen nutzen durften. Die Richter erklärten die entsprechende Passage in der Grünanlagensatzung für verfassungswidrig. Begründung: Für Kinder im Grundschulalter sei es wichtig, Spielplätze und Grünanlagen auch unbeaufsichtigt nutzen und „Neuland erobern“ zu können – die Kemptener Regel sei deshalb unverhältnismäßig. Im Rathaus hatte man die Begleitpflicht damit begründet, dass sie Kinder vor Unfällen – zum Beispiel an Gewässern – schützen sollte. Außerdem sollte sie Haftungsrisiken für die Stadt verringern.
18.06.2026 15:37 / 5h 54min
Markus Pöpperl, Schwaben/Allgäu: Der Bayerische Verfassungsgerichtshof hat eine Regelung der Stadt Kempten kassiert, nach der Kinder bis 9 Jahre Spiel- und Bolzplätze nur in Begleitung von Erwachsenen nutzen durften. Die Richter erklärten die entsprechende Passage in der Grünanlagensatzung für verfassungswidrig. Begründung: Für Kinder im Grundschulalter sei es wichtig, Spielplätze und Grünanlagen auch unbeaufsichtigt nutzen und „Neuland erobern“ zu können – die Kemptener Regel sei deshalb unverhältnismäßig. Im Rathaus hatte man die Begleitpflicht damit begründet, dass sie Kinder vor Unfällen – zum Beispiel an Gewässern – schützen sollte. Außerdem sollte sie Haftungsrisiken für die Stadt verringern.
18.06.2026 15:37 / 5h 54min