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Angst vor Kontrolle - Motorradfahrer rast Polizei davon

Ein 18-Jähriger fällt einer Zivilstreife mit «Wheelies» auf der Autobahn-Ausfahrt auf. Nach Tempoverstößen wollen ihn die Beamten anhalten. Doch der junge Mann trifft eine riskante Entscheidung.

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Polizeiwagen Marijan Murat/dpa

Viereth-Trunstadt (dpa/lby) - Mit Tempo 180 und mehreren riskanten Überholmanövern ist ein 18-Jähriger der Polizei in Oberfranken davongerast. Es gleiche es einem Wunder, dass es bei der Verfolgungsfahrt bei Viereth-Trunstadt (Landkreis Bamberg) nicht zu einem schweren Unfall gekommen sei, teilte die Polizei mit. Der junge Mann sei einer Zivilstreife aufgefallen, weil er auf einer Autobahnausfahrt zu schnell und mehrfach nur auf dem Hinterreifen («Wheelie») gefahren sei. 

Als er anschließend mit fast 170 Kilometern pro Stunde auf der Bundesstraße unterwegs war, hätten ihn die Polizisten anhalten wollen - und dafür Blaulicht, Anhalte-Signal und Sirene eingeschaltet. Doch der 18-Jährige gab Gas, die Beamten nahmen die Verfolgung auf. 

116 Kilometer pro Stunde zu schnell - Polizei ändert Taktik 

Nachdem er mehrfach andere Fahrzeuge durch riskante Überholmanöver zum Ausweichen gezwungen und in einem Industriegebiet mit im Schnitt Tempo 186 statt erlaubten 70 Kilometern pro Stunde gefahren sei, habe man sich zur Sicherheit entschieden, die Verfolgung abzubrechen, teilten die Beamten mit. 

Stattdessen stellten sie den 18-Jährigen zu Hause bei seinen Eltern. Nach kurzer Zeit habe er die verbotene Fahrt gestanden. Als Grund nannte er laut Polizei Angst vor einer Kontrolle. Ihn erwarten nun Ermittlungen wegen verbotenen Kraftfahrzeugrennens und Gefährdung des Straßenverkehrs. Seinen Führerschein ist der 18-Jährige erst einmal los.

© dpa-infocom, dpa:261009-930-815260/1