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Blutmond am 7. September: So erlebt ihr die Mondfinsternis

Am 7. September 2025 erwartet uns ein seltenes Himmelsspektakel: eine totale Mondfinsternis, auch bekannt als Blutmond. Besonders in Bayern könnt ihr dieses Ereignis bei klarem Himmel wunderbar beobachten. Wann und wo ihr den besten Blick habt, erfahrt ihr hier.

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Blutmond Bayern Foto: Adobe Stock/Laura

Am Abend des 7. September 2025 erwartet uns ein seltenes und faszinierendes Naturphänomen: eine totale Mondfinsternis, auch bekannt als Blutmond. Besonders in Bayern könnt ihr dieses Ereignis bei klarem Himmel hervorragend beobachten. Hier erfahrt ihr, wann und wo ihr den besten Blick auf den Blutmond und den Sternenhimmel habt.

Was ist ein Blutmond?

Ein Blutmond entsteht während einer totalen Mondfinsternis, wenn die Erde genau zwischen Sonne und Mond steht. Der Erdschatten fällt dabei vollständig auf die Mondoberfläche. Das Sonnenlicht wird durch die Erdatmosphäre gebrochen, wodurch nur die langwelligen roten Lichtanteile den Mond erreichen. Dadurch erscheint er in einem rötlich-braunen Licht und wird deshalb Blutmond genannt. 

Wann ist der Blutmond in Bayern zu sehen?

Die totale Mondfinsternis beginnt in Deutschland bereits vor dem Mondaufgang. In Bayern könnt ihr den Mond ab 19.39 Uhr (z. B. in München) am Horizont aufgehen sehen, das ist bereits in der Phase der totalen Verfinsterung. Die maximale Verdunklung erreicht der Mond um 20.11 Uhr, bevor die totale Phase um 20.52 Uhr endet. Danach wird der Mond nach und nach wieder heller, bis er ab 21.56 Uhr in seiner vollen Pracht erstrahlt.

Hier die wichtigsten Uhrzeiten für Bayern im Überblick:

  • 19.39 Uhr: Mondaufgang in München
  • 20.11 Uhr: Maximale Verdunklung
  • 20.55 Uhr: Ende der totalen Phase
  • 21.56 Uhr: Ende der partiellen Phase

Quelle: timeanddate.de

Die besten Orte in Bayern für die Beobachtung

Um den Blutmond und den Sternenhimmel optimal zu sehen, solltet ihr euch einen Ort mit wenig Lichtverschmutzung suchen. Hier sind einige Empfehlungen:

  • Alpenregion: Zum Beispiel der Herzogstand oder der Wallberg bieten eine klare Sicht und wenig störendes Licht.
  • Fränkische Schweiz: Die Region rund um Pottenstein ist bekannt für ihren dunklen Himmel.
  • Nationalpark Bayerischer Wald: Hier könnt ihr den Blutmond inmitten unberührter Natur genießen.
  • Chiemsee-Ufer: Besonders die östlichen Ufer bieten eine freie Sicht nach Osten, wo der Mond aufgehen wird.

Was gibt es außer dem Blutmond zu sehen?

Während der totalen Mondfinsternis ist der Himmel besonders dunkel, was perfekte Bedingungen für die Beobachtung von Sternen und Planeten bietet.

  • Saturn: Gegen 20.30 Uhr geht der Planet Saturn im Osten auf, etwas unterhalb des Mondes. Mit einem Teleskop könnt ihr sogar seine beeindruckenden Ringe erkennen.
  • Sternbilder: Links oberhalb des Mondes findet ihr das Sternbild Pegasus mit dem markanten „Herbstviereck“. Hoch oben im Zenit steht das Sternbild Schwan, durch das sich das Band der Milchstraße zieht.
  • Tierkreiszeichen: Rechts vom Mond könnt ihr die Sternbilder Wassermann, Steinbock und Schütze entdecken.

Tipps für die Beobachtung

  • Freie Sicht nach Osten: Achtet darauf, dass keine Gebäude oder Bäume den Blick auf den Horizont versperren.
  • Teleskop oder Fernglas: Damit könnt ihr Details des Mondes und Planeten wie Saturn besser erkennen.
  • Warme Kleidung: Auch im September kann es abends kühl werden, besonders in höheren Lagen.
  • Apps und Sternenkarten: Nutzt Apps wie „Stellarium“ oder „SkyView“, um Sternbilder und Planeten leichter zu finden.

Warum ist der Blutmond so besonders?

Totale Mondfinsternisse sind selten. Die nächste totale Mondfinsternis, die in Deutschland sichtbar ist, findet erst wieder am 31. Dezember 2028 statt. Wer das Spektakel am 7. September 2025 verpasst, muss also einige Jahre warten.