Zum Hauptinhalt springen

E-Bike-Akkus bei Hitze: So schützt ihr euren Akku – Experten-Tipps aus Bayern

Die aktuellen Hitzetage in Bayern stellen E-Bike-Akkus vor besondere Herausforderungen. Was passiert bei starker Sonneneinstrahlung und wie schützt ihr euren Akku optimal? Alle Infos dazu lest ihr hier.

ANTENNE BAYERN ANTENNE BAYERN GmbH & Co. KG ANTENNE BAYERN Logo
Das E-Bike - Gefahr für die Berge Bayern picture alliance / dpa

Die Hitze in Bayern sorgt aktuell für hohe Temperaturen – auch bei E-Bikes. Was bedeutet das für den E-Bike-Akku? Michael Sternad vom Forschungszentrum Moderne Mobilität an der TH Deggendorf erklärt, wie sich Sonneneinstrahlung und hohe Temperaturen auf die Akkus auswirken.

Was passiert bei starker Hitze?

Wenn ein E-Bike-Akku der Sonne ausgesetzt ist, kann die Oberfläche bis zu 60 Grad erreichen. Für eine Lithium-Ionen-Batterie ist das zunächst kein Problem. Wird der Akku jedoch zusätzlich durch Fahrten – etwa auf Bergstrecken – belastet, kann die Temperatur im Inneren auf bis zu 80 Grad steigen. Dann greift das sogenannte Battery-Management-System: Ein Temperatursensor meldet die Maximaltemperatur und schaltet den Akku ab, um ihn vor Überhitzung zu schützen.

Sicherheitsfunktion schützt vor Schäden

Die Elektronik im Akku überwacht ständig die Temperatur. Wird es zu heiß, legt das System den Akku still. So wird verhindert, dass gefährliche Zustände entstehen. Laut Michael Sternad muss man sich bei E-Bike-Akkus keine Sorgen machen – die Sicherheitsfunktionen greifen rechtzeitig.

Tipps für den Alltag: So schützt ihr euren Akku

  • Stellt das E-Bike möglichst in den Schatten
  • Noch besser: Lagert den Akku in einem kühlen Raum, zum Beispiel im Keller
  • Startet die Fahrt mit einem kühlen Akku – das gibt mehr Spielraum, bevor die Temperatur kritisch wird
  • Nach der Fahrt: Akku abnehmen und ins Haus bringen

Akkus altern schneller bei Hitze

Hohe Temperaturen beschleunigen die Alterung des Akkus. Das bedeutet: Die Kapazität sinkt schneller, und ihr könnt weniger weit fahren. Ein Beispiel: Ein Handy-Akku altert an einem heißen Nachmittag im Auto so stark wie sonst in mehreren Monaten Normalbetrieb.

Auch Smartphones altern schneller

Wenn das Smartphone im Auto bleibt und die Temperaturen auf 60 bis 70 Grad steigen, altert der Akku an einem Nachmittag so stark wie sonst in drei bis sechs Monaten Normalbetrieb. Das hat das Team von Prof. Sternad untersucht. Der Wertverlust des Akkus ist deutlich höher, wenn das Handy der Hitze ausgesetzt ist. "Batteriezellen mögen eigentlich dieselben Temperaturen wie Menschen", so Sternad.