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Deggendorf: Schnelle Hilfe für Kind nach Kreuzotterbiss – Tipps zur Prävention und Erstversorgung in Bayern

Ein Kind wurde in Deggendorf von einer Kreuzotter gebissen und musste dringend behandelt werden. Dank der schnellen ADAC Luftrettung konnte das Gegengift rasch geliefert werden. Wie ihr euch vor Schlangenbissen schützt und was im Ernstfall zu tun ist, lest ihr hier.

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Rettungshubschrauber neben Krankenwagen Bayern Julian Stratenschulte/dpa

Ein Kind in Deggendorf wurde nach einem Schlangenbiss schnell mit einem Gegengift versorgt. Die ADAC Luftrettung brachte das Medikament per Hubschrauber von München nach Deggendorf, nachdem das Kind von einer Kreuzotter gebissen worden war und schwere Vergiftungsreaktionen zeigte.

Die Kreuzotter – Deutschlands häufigste Giftschlange

Die Kreuzotter ist die am weitesten verbreitete Giftschlange in Deutschland. Gleichzeitig ist sie sehr selten. Ihr Biss ist meist nicht lebensgefährlich, kann aber zu starken Schmerzen, Schwellungen und Kreislaufproblemen führen. Besonders in Bayern kommt die Kreuzotter in Wäldern, Moorlandschaften und Mittelgebirgen vor. Sie steht unter Artenschutz und darf nicht gejagt oder getötet werden.

Merkmale und Verhalten der Kreuzotter

Typisch für die Kreuzotter ist das dunkle Zickzackband auf dem Rücken und die senkrecht geschlitzten Pupillen. Die Schlange ist tagaktiv, wird zwischen 50 und 70 Zentimeter lang und lebt bevorzugt in lichtdurchfluteten Wäldern mit Rückzugsorten wie Steinhaufen oder Böschungen.

Kreuzotter Julian Stratenschulte/dpa

Prävention von Bissunfällen

  • Festes Schuhwerk und lange Hosen tragen
  • Auf befestigten Wegen bleiben
  • Schlangen in Ruhe lassen und nicht anfassen
  • Wanderstock nutzen, um den Boden zu erschüttern

Erstversorgung beim Kreuzotterbiss

  • Ruhe bewahren
  • Lockeren Verband anlegen
  • Betroffenes Körperteil ruhigstellen und flach lagern
  • Bissstelle kühlen
  • Keine Wunde aussaugen, ausschneiden oder abbinden
  • Kein Alkohol oder Kaffee trinken
  • Hilfe rufen und auf Unterstützung warten
  • Bei schweren Symptomen ins Krankenhaus


Komplikationen und ärztliche Hilfe

Bei starken Schwellungen, Kreislaufproblemen oder allergischen Reaktionen ist sofortige ärztliche Hilfe notwendig. Besonders Kinder, ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen sind gefährdet. In schweren Fällen kann ein Antiserum eingesetzt werden. Dazu sei eine Auffrischung der Tetanusimpfung wichtig, so Prof. Dr. Adam, Chefarzt der Kinderklinik am DONAUISAR Klinikum Deggendorf.