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Elterninitiative in Bayern fordert: Weg mit Tablets an Schulen – Petition für mehr analoge Lehrmittel und E-Book-Reader gestartet

In Bayern macht eine Elterninitiative mobil gegen den Einsatz von Tablets an Schulen. Mit einer Petition fordern die Initiatoren, dass wieder verstärkt auf analoge Bücher gesetzt wird. Alternativ schlagen sie ablenkungsfreie E-Book-Reader vor. Alle Hintergründe und die Reaktion der Politik lest ihr hier.

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Distanzunterricht Guido Kirchner/dpa

Eine Elterninitiative in Bayern hat eine Petition gestartet, um den Einsatz von Tablets an Schulen zu stoppen. Die Initiatoren fordern, dass Schülerinnen und Schüler wieder mit klassischen, analogen Büchern lernen können. Alternativ schlagen sie den Einsatz von E-Book-Readern mit E-Ink-Technologie vor, die als ablenkungsfreie und augenschonende digitale Lösung gelten.

Kritik am Tablet-Einsatz im Unterricht

Laut der Elterninitiative beeinträchtigen iPads und andere Tablets die Konzentration, die Gesundheit und den schulischen Erfolg der Kinder. Die Geräte würden im Unterricht häufig für soziale Netzwerke oder Spiele genutzt, obwohl technische Sperren eingerichtet sind. Auch zu Hause sei es für Eltern kaum möglich, die Nutzung zu kontrollieren, da die Grenze zwischen Lernen und Freizeit verschwimme.

Wissenschaftliche Bedenken und internationale Beispiele

Die Initiatoren verweisen auf wissenschaftliche Studien, die zeigen, dass das Lernen am Bildschirm zu schlechteren Ergebnissen führen kann als mit gedruckten Büchern. Außerdem werden gesundheitliche Risiken wie Augenermüdung, Kopfschmerzen und Schlafstörungen durch die Nutzung von LCD-Displays genannt. Als Beispiele für einen Kurswechsel werden Schweden und Dänemark genannt, wo der Einsatz von Tablets im Unterricht bereits deutlich reduziert wurde.

Forderungen der Petition

Die Petition richtet sich an den Bayerischen Landtag und das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus. Gefordert werden:

  • Abschaffung des verpflichtenden Tablet-Einsatzes an Schulen
  • Wahlfreiheit zwischen analogen und digitalen Lehrmitteln für Eltern
  • Zulassung von E-Book-Readern mit E-Ink-Technologie als digitalen Mittelweg

Das sagt die Politik

Aus der Politik heißt es, dass die Nutzung von Tablets im Unterricht bereits eingeschränkt wurde. Digitale Geräte sollen nur dann eingesetzt werden, wenn sie einen echten Mehrwert bieten. Zudem wurde die Ausstattung der Schülerinnen und Schüler mit Tablets von der 5. auf die 8. Klasse verschoben. Kultusministerin Stolz sagt: „Je jünger die Kinder, desto weniger digitale Geräte“