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Hohe Energiepreise setzen Bayerns Wirtschaft unter Druck – Unternehmen fordern politische Entlastung und warnen vor Standortnachteil

Energiepreise in Bayern steigen weiter und belasten die Wirtschaft massiv. Die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft warnt vor einem Standortnachteil und fordert politische Maßnahmen. Was hinter dem Preisanstieg steckt und welche Lösungen diskutiert werden, lest ihr hier.

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Energieversorgung in Bayern Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Die Energiepreise in Bayern sind im zweiten Quartal 2026 deutlich gestiegen. Das zeigt der neue Energiepreisindex, der ANTENNE BAYERN exklusiv vorliegt. Das stellt viele Unternehmen vor große Herausforderungen. Die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) sieht darin einen erheblichen Nachteil für den Standort und fordert schnelle politische Entlastungen.

Starker Anstieg der Energiepreise in Bayern

Im Vergleich zum zweiten Quartal 2025 sind die Energiepreise um durchschnittlich 19,3 Prozent gestiegen. Gegenüber dem Jahr 2019, also vor der Corona-Pandemie, liegt der Anstieg sogar bei fast 60 Prozent. Besonders betroffen sind die Preise für Erdöl und Flüssiggas, die im Zuge des anhaltenden Konflikts zwischen den USA und dem Iran stark zugelegt haben. Der Energiepreisindex der vbw lag im zweiten Quartal 2026 bei 132,9 Punkten.

Primärenergie besonders teuer

Der Teilindex für Primärenergie – dazu zählen unter anderem Erdöl, Steinkohle und Braunkohle – stieg im zweiten Quartal 2026 um 24,5 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Die Preise für importiertes Erdöl erhöhten sich sogar um 32,5 Prozent. Im Vergleich zu 2019 sind die Kosten für Primärenergie um fast 70 Prozent gestiegen.

Sekundärenergie: Flüssiggas und Diesel deutlich teurer

Auch bei der Sekundärenergie gab es einen Preisanstieg. Während die Einfuhrpreise für Strom leicht zurückgingen, verteuerten sich Diesel um 7,9 Prozent und Flüssiggas sogar um 36,8 Prozent. Der Preisindex für Sekundärenergie lag rund 49 Prozent über dem Niveau von 2019.

Wirtschaft fordert politische Entlastung

Die vbw fordert eine dauerhafte Senkung der Stromsteuer für die gesamte Wirtschaft und das Aussetzen des nationalen CO2-Preises. Ohne schnelle und wirksame Entlastungen drohe eine weitere Schwächung der industriellen Basis in Bayern. Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt betont, dass die hohen Energiepreise die Produktion belasten, Investitionen erschweren und die Wettbewerbsfähigkeit verschlechtern.

Forderung nach Reindustrialisierung

Die Unternehmen in Bayern sehen dringenden Handlungsbedarf. Sie fordern von der Politik Maßnahmen, um die Energiekosten zu senken und so die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts zu sichern. Nur so könne eine nachhaltige wirtschaftliche Erholung gelingen.

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