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Kapitalrente für ganz Deutschland: So wird in Bayern über die geplante Aktien-Anlage für die Rente gestritten – Wirtschaft und Experten im Fokus

Die geplante Kapitalrente sorgt in Bayern für hitzige Diskussionen. Ein Teil der Rentenbeiträge soll künftig am Aktienmarkt angelegt werden. Während die Wirtschaft in Bayern vor steigenden Beiträgen warnt, sehen Experten darin eine Chance für stabile Renten. Alle Infos dazu gibt’s hier.

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Bericht der Rentenkommission Kay Nietfeld/dpa

Die Kapitalrente soll das Rentensystem in ganz Deutschland zukunftssicher machen. Geplant ist, dass ein Teil der Rentenbeiträge künftig  am Aktienmarkt angelegt wird. Im Freistaat Bayern gehen die Meinungen dazu weit auseinander.

Bayerische Wirtschaft warnt vor steigenden Beiträgen

Viele Unternehmen und Wirtschaftsvertreter in Bayern lehnen die geplante Kapitalrente ab. Bertram Brossardt von der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft betont, dass durch die zusätzlichen Beiträge die Rentenbeiträge steigen würden. Das sei für den Standort Deutschland aktuell nicht verkraftbar. Die Wirtschaft fordert, dass die Sozialbeiträge sinken sollten, um die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.

Das ist derzeit am Standort Deutschland nicht verkraftbar.

Bertram Brossardt, Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft

Befürworter sehen Chance für stabile Renten

Auf der anderen Seite gibt es zahlreiche Befürworter – auch in Bayern. Florian Dorn, CSU-Bundestagsabgeordneter aus Memmingen und Mitglied der Rentenkommission, erklärt: Wenn nichts getan wird, steigen die Beiträge ohnehin – allerdings nur, um die Löcher im aktuellen System zu stopfen. Durch die geplante Aktien-Anlage werde es wahrscheinlicher, dass auch die jüngeren Generationen in Zukunft eine gute Rente erhalten.

So soll die Kapitalrente bundesweit eingeführt werden

Die Rentenkommission schlägt eine verpflichtende Kapitalrente nach schwedischem Vorbild für ganz Deutschland vor. Die zusätzlichen Beiträge sollen schrittweise eingeführt werden:

  • Start ab 2028: Arbeitnehmer und Arbeitgeber zahlen jeweils einen Zusatzbeitrag von 0,25 bis 0,5 Prozent des Bruttolohns.
  • Bis 2031: Der Zusatzbeitrag steigt auf jeweils 1 Prozent – insgesamt also 2 Prozent des Bruttolohns.
  • Diese 2 Prozent kommen zu den ohnehin steigenden normalen Rentenbeiträgen hinzu.

Wie geht es weiter?

Bis Ende des Jahres soll entschieden werden, wie es mit der Rente weitergeht. Der Bundestag wird dann über die Pläne abstimmen.