Wer früher für Weihnachten schmückt, ist glücklicher
Weihnachtsdeko schon im November? Dann liegt ihr im Trend, denn Psychologen sagen: Wer früher schmückt, ist glücklicher. Wir erklären, woran das liegt, wann ihr loslegen könnt und wie ihr euer Zuhause weihnachtlich macht.
Menschen, die ihre Weihnachtsdekoration früh aufstellen, sind glücklicher als diejenigen, die warten. Das sagen Psychologinnen und Psychologen. Aber warum eigentlich? Und wann ist der richtige Zeitpunkt zum Dekorieren? Das klären wir hier.
Woran liegt das?
Beim Schmücken wird Dopamin ausgeschüttet, ein Wohlfühlhormon. Das passiert, wenn ihr bunte Lichter aufhängt und heißen Kakao trinkt. Dazu kommen die guten Erinnerungen, die zusätzlich Glück bringen. Das schreibt die US-Nachrichtenseite TODAY.
Die Psychologin Deborah Serani sagte dort: „Es schafft diesen neurologischen Wandel, der Glück hervorbringen kann. Ich denke, alles, was uns aus unserer normalen Gewöhnung herausholt, den normalen Tag hinein, Tag aus ... unsere Sinne signalisiert, und dann messen unsere Sinne, ob es angenehm ist oder nicht." Und weiter: Weihnachtsdekoration lasse den Dopaminspiegel steigen.
Serani nennt dafür mehrere mögliche Gründe:
- Licht und Farben: Chromotherapie oder Farbtherapie, von der angenommen wird, dass sie das Energieniveau erhöht und das Glück steigert, könnte im Spiel sein.
- Das Ambiente: Wer kann schon widerstehen, beim Anblick eines Weihnachtsbaums, der zum ersten Mal angezündet wird, zu lächeln?
- Neuroarchitektur: Es gibt sogar ein neues wissenschaftliches Feld, das erforscht, wie unsere gestaltete Umgebung unser Verhalten beeinflusst.
Magische Momente machen uns glücklich
Weihnachtsdekoration weckt starke Kindheitsgefühle. Der Psychoanalytiker Steve McKeown sagte gegenüber der britischen Website Unilad: Dekorationen seien ein Anker oder ein Weg zu den magischen Emotionen der Aufregung aus alter Kindheit. Wer früh schmückt, verlängert die Aufregung.
Wer glückliche Kindheitserinnerungen an Weihnachten hat, will das Gefühl eher früher als später wieder erleben, zum Beispiel mit Lichterketten. Es gibt aber auch die Kehrseite. Wer an Weihnachten eher schlechte Erinnerungen hat, ist vielleicht der, den Deko im Supermarkt schon im Oktober nervt. Die Psychologin Elizabeth Lombardo empfiehlt dann: Startet eine neue Tradition, etwa einen Ausflug, einen Filmabend oder ehrenamtliches Engagement. So entstehen neue, schöne Verbindungen zur Weihnachtszeit.
Ab wann dekorieren?
Eine feste Regel gibt es nicht. Traditionell wird in Deutschland nach dem Totensonntag dekoriert. In den USA starten viele schon direkt nach Halloween.
Der Totensonntag ist 2026 am Sonntag, 22. November. Eine Woche später, am Sonntag, 29. November 2026, ist der erste Advent. Der Totensonntag ist der letzte Sonntag vor dem Advent. Er ist ein Gedenktag für die Verstorbenen. Deshalb warten viele mit der Deko bis zum Montag danach, also bis zum 23. November, oder bis zum ersten Advent.
Ein Verbot für Weihnachtsdeko gibt es nicht. Allerdings ist der Totensonntag in Bayern ein stiller Tag. Dann gilt das Tanzverbot, und öffentliche Unterhaltungsveranstaltungen, die dem ernsten Charakter des Tages nicht entsprechen, sind verboten. Das betrifft Clubs und Veranstalter. Ob ihr private Deko aufhängt, bleibt euch überlassen. Mit Rücksicht auf alle, die an dem Tag um einen geliebten Menschen trauern, solltet ihr es vielleicht dezent halten.
Unser Tipp: Wer es nicht abwarten kann, fängt im Haus an und wartet mit der Außenbeleuchtung bis zum ersten Advent. Das hat auch einen Vorteil: Eine im „Journal of Environmental Psychology“ veröffentlichte Studie zeigt, dass Menschen mit weihnachtlich geschmückten Häusern als freundlicher und geselliger wahrgenommen werden.
Dekoration macht sympathisch
In dieser Studie sollten Teilnehmer Fotos von Häusern bewerten. Dekorierte Häuser wirkten freundlicher und stimmiger. Die Forscher erklärten das so: Die Teilnehmer verbanden das offene und gelebte Aussehen des Hauses mit geselligen Bewohnern. Bei dekorierten Häusern schrieben sie sogar denjenigen mehr Geselligkeit zu, die nicht gesellig sind. Kurz gesagt: Häuser mit Weihnachtsdeko vermitteln Wärme, Offenheit und Gemeinschaft.
Tipps für ein weihnachtliches Zuhause
- Stimmungsvolle Beleuchtung: Umrahmt Fenster, Türen und Möbel mit Lichterketten. Warmweißes Licht sorgt für Gemütlichkeit. Stellt Kerzen sicher in Laternen oder auf hitzebeständige Unterlagen.
- Natürliche Deko: Bindet Tannenzweige zu einem Kranz oder legt sie als Tischdeko aus. Tannenzapfen, Zimtstangen und getrocknete Orangenscheiben eignen sich zum Basteln und für Gestecke.
- Farbschema wählen: Rot, Grün und Gold wirken traditionell, Silber, Blau und Weiß modern. Einheitliche Farben sorgen für Harmonie.
Textilien für Gemütlichkeit: Tauscht Kissenbezüge und Decken gegen weihnachtliche Varianten. Ein flauschiger Teppich oder weiche Wolldecken wärmen zusätzlich. - Persönliche Akzente: Stellt Selbstgemachtes oder Erbstücke aus, zum Beispiel handgemachte Weihnachtskarten. Fotos aus früheren Weihnachtsfesten in Bilderrahmen machen es persönlich.
- Duftende Details: Duftkerzen, Duftöle oder Potpourri mit Tanne, Zimt oder Apfel füllen das Zuhause mit Weihnachtsduft. Noch besser: Glühwein kochen oder Plätzchen backen. Passende Weihnachtsrezepte findet ihr bei uns.
- Weihnachtsbaum kreativ schmücken: Sucht einen Platz, von dem aus er von mehreren Stellen im Raum zu sehen ist. Probiert verschiedene Schmuckarten aus: handgemachte Anhänger, nostalgische Kugeln oder Naturmaterialien. Wie ihr den Baum frisch haltet, steht in unserem Christbaum-Guide.
Welcher Baum zu euch passt und wie er frisch bleibt, steht im Christbaum-Guide.
Noch mehr Weihnachtsstimmung findet ihr in unserem Weihnachts-Special.