Briefwahl in Bayern: Wie eure Stimmzettel sicher gelagert werden und wann die Auszählung startet – Einblicke aus mehreren Städten
Die Briefwahl erfreut sich in Bayern großer Beliebtheit. Doch was passiert eigentlich mit euren ausgefüllten Stimmzetteln, bevor sie ausgezählt werden? Wir geben euch einen Überblick, wie die Lagerung und Auszählung der Briefwahlstimmen in verschiedenen Städten abläuft. Mehr dazu lest ihr hier.
Die Briefwahl wird in Bayern immer beliebter. Viele Bürger haben ihre Stimmen bereits vor dem Wahltag abgegeben. Doch wie werden die Briefwahlunterlagen eigentlich gelagert und wann beginnt die Auszählung? Wir geben euch einen Überblick, wie Städte in Bayern mit dem Thema umgehen.
Sichere Lagerung der Briefwahlstimmen in Bayern
In den meisten Kommunen in Bayern werden die Briefwahlstimmzettel an einem sicheren, nicht öffentlich bekannten Ort aufbewahrt. Nur ausgewählte Mitarbeiter des Wahlamts oder der jeweiligen Briefwahlbüros haben Zugriff auf die Unterlagen. In Städten wie München, Regensburg oder Passau werden die Wahlbriefe in speziellen, verschlossenen Räumen gelagert. In Straubing etwa befinden sich die Wahlbriefe in den Räumen der Volkshochschule, in Augsburg in der Verwaltungszentrale und in Weiden in einem Raum mit elektronischer Schließanlage.
Wer hat Zugriff auf die Briefwahlunterlagen?
Der Zugang zu den Briefwahlunterlagen ist streng geregelt. Nur ein kleiner, ausgewählter Personenkreis – meist Mitarbeitende des Wahlamts oder des Briefwahlbüros – darf die Unterlagen einsehen oder bewegen. In Weiden wird der Zutritt elektronisch dokumentiert.
Ablauf am Wahlsonntag: Vorbereitung und Auszählung
Am Wahlsonntag (8.3.) treffen sich die Briefwahlvorstände am Nachmittag, meist zwischen 14 und 16 Uhr, um die Wahlbriefe vorzubereiten. Die roten Umschläge werden gezählt, geöffnet und geprüft – zum Beispiel, ob der Wahlschein unterschrieben ist. Die gültigen weißen Umschläge mit den Stimmzetteln werden getrennt und in eine Wahlurne gelegt. Die eigentliche Auszählung der Stimmen beginnt dann bayernweit erst ab 18 Uhr. Alle Schritte – von der Lagerung bis zur Auszählung – werden genau dokumentiert. Die Gemeinden halten sich dabei an die gesetzlichen Vorgaben, wie sie etwa in § 70 Abs. 1 Satz 1 der Gemeinde- und Landkreiswahlordnung (GLKrWO) festgelegt sind.
Briefwahlzahlen in Bayern
Die Nachfrage nach der Briefwahl ist hoch: In München wurden bereits rund 368.000 Briefwahlunterlagen beantragt, in Regensburg sind es über 39.000, in Straubing knapp 12.000 und in Weiden fast 12.000 (aktueller Stand am 3.3.2026).